Meine Schreibgewohnheiten und Wissenswertes zu meinem Autorinnenleben

Auf Twitter konntet ihr euch vor ein paar Tagen entscheiden, welchen Blogeintrag ich als Nächstes schreibe und veröffentliche. Gewonnen hatten „Schreibgewohnheiten“ und „Diversität in Mapmaker Malique“, danach folgte „Magie in Mapmaker Malique“ und Schlusslicht wurde „Technik in Mapmaker Malique“. Die verbleibenden Blogeinträge werde ich in der von euch gewünschten Reihenfolge schreiben! ^^

Hier aber nun zunächst zu meinen Schreibgewohnheiten und (hoffentlich) Wissenswertem zu meinem Autorinnenleben! 😀


Wann schreibe ich?

Viele von euch kennen es: Die Zeit zum Schreiben ist knapp, wenn man es nicht hauptberuflich macht. Häufig bleiben nur das Wochenende oder Urlaubstage, an denen aber auch erst mal Liegengebliebenes erledigt werden muss.

Für Werktage gilt bei mir: Ob ich an einem Tag schreibe, hängt von der Zeit und Energie ab, die mir nach einem 8-Stunden-Tag in der Softwareentwicklung noch bleibt. Glücklicherweise klappt es derzeit meist, mich aufzuraffen, da mir die Arbeit an meinen Herzensprojekten einfach guttut. Welchem Projekt ich mich widme, hängt dann von meiner Laune ab. Meist sieht das dann so aus, weil die jeweilige Stimmung einfach dazu passt:

  • Bei guter Laune: Wenn es mir gut geht und ich zum Scherzen aufgelegt bin, schreibe ich meistens an #MapmakerMalique weiter. Meine Chaoten albern gern mal rum und ich wage zu behaupten, dass die Dialoge lebendiger wirken, wenn ich auch wirklich selbst zum Scherzen aufgelegt bin.
  • Wenn ich traurig bin: An Tagen, an denen es mir nicht gut geht, schreibe ich an „Daughter of Mother Earth“ (#MMMDOME) weiter. Die Welt, die hier dargestellt wird, ist sehr düster und deprimierend. Dystopie würde ich es nicht nennen, aber es geht in die Richtung.
  • Bei schlechter Laune: Wut rauslassen und Stressabbau? Dafür ist meine Sci-Fi-Splatter-Comedy „IT-Girls²“ (#MMMITG2) perfekt für mich!

Demnächst stelle ich euch diese Projekte übrigens in weiteren Blogeinträgen ausführlicher vor. ^^

Sollte ich nur eine kurze Zeitspanne zum Schreiben haben, fange ich meist gar nicht an, mich mit meinen drei „Großbaustellen“ zu beschäftigen. Stattdessen schreibe ich dann an Kurzgeschichten oder Blogeinträgen – einfach, weil ich (wieder) schneller in die Thematik rein finde.
Ihr kennt das sicher auch: „Wo war ich? Was hatte ich zuletzt geschrieben?“ – und dann liest man erst mal das komplette letzte Kapitel … Und das ist auch gut so! Nur leider nicht zweckmäßig, wenn man beispielsweise nur eine Stunde Zeit hat.

Sofern ich einfach keine Lust mehr habe, am PC zu sitzen, schreibe ich in ein Notizbuch oder arbeite an anderen Sachen, die für meine Projekte anstehen. Derzeit vor Allem: Zeichnen! Denn Skizzieren fällt mir analog wesentlich leichter als am Rechner.

Was die Uhrzeit angeht, bin ich sehr flexibel – feste Schreibzeiten hab ich nicht. Aufgrund meiner Pflichten fällt es aber meist auf Samstag- und Sonntagvormittag, sowie auf die früheren Abende an Werktagen. An Urlaubstagen kann es schon mal passieren, dass ich den gesamten Tag mit Schreiben verbringe. 😀

Außerdem noch erwähnenswert: Schreibnacht, NaNoWriMo, CampNaNo!
Ich liebe die Dynamik, die diese Tage bzw. Nächte mit sich bringen. In dieser Zeit sitzen so viele von euch da und schreiben, tauschen sich auf Twitter und in Foren untereinander aus. Wir motivieren uns gegenseitig! Ich finde das super und je öfter ich daran teilnehme, desto mehr Spaß macht mir das Ganze! <3 Zu diesen Zeiten versuche ich mir möglichst viel Zeit „freizuschaufeln“.


Meine Arbeitsweise: Das Chaos hat System! Wirklich!

Meine Arbeitsweise lässt sich kurz zusammenfassen:
Genauso durchgedreht wie meine Geschichten.
Aber alles hat seinen Sinn und Zweck und führt zum Ziel! 😀 (Mit diesem organisierten Durcheinander habe ich es auch durch Schule und Studium geschafft. Manchmal frage ich mich wie! xD)


Das vermeintliche Chaos zeigt sich schon bei meiner Arbeitsumgebung und meinen Arbeitsmitteln.

Ich schreibe in Word und habe hierin das „Duden Korrektor“-Plug-in, auf das ich nicht mehr verzichten möchte, zumal es auch auf korrekte Kommasetzung prüft. (Dass ich mich nicht vollkommen darauf verlassen kann, ist mir bewusst!)

Meine ganzen Dateien habe ich in verschiedenen Ordnern auf Google Drive gespeichert, damit ich von überall darauf zugreifen kann. Zusätzlich habe ich zwei Back-ups. Man weiß ja nie! 
Wenn ich unterwegs bin und nur mein Handy dabeihabe, öffne ich meine Mail-App und lasse die angefangene Mail in den Entwürfen. Das ist praktisch und schnell zugänglich, hat Autosave … Wieso ich in diesem Fall keine Datei in Google Drive anlege? Dauert mir zu lange, wenn ich nur eine kurze Notiz machen möchte. xD

Zwar komme ich aus der IT, aber manchmal bin ich auch einfach froh, wenn ich mal nicht auf ein Display sehen muss. Daher arbeite ich gerne mit Notizbüchern und -blöcken. (In viele schreibe ich aber nichts, die dürfen einfach nur hübsch sein! Ihr kennt das sicher! xD) In so gut wie jedem meiner Rucksäcke befindet sich daher etwas zum Notieren.

Mein wichtigstes Notizbuch ist ein Sammelsurium: Plotbunnys, To-Dos, Blogeinträge, Marketingideen, Dialoge, lustige Wortspiele und für Storyideen für Ausschreibungen … alles, was hier drin steht, wird abgehakt, sobald ich es verwendet bzw. erledigt habe.
Für jedes meiner Großprojekte habe ich mindestens ein Notizbuch. Im Falle von #MapmakerMalique sind es derzeit 3: eines für Storynotizen/Textschnipsel, eines für meine Charaktere und die Darstellung ihrer Beziehungen untereinander, sowie ein Skizzenbuch.
Wie einige von euch vielleicht wissen, gehe ich gerne wandern. In meinem Wanderrucksack befindet sich deshalb ein wasserfester Notizblock. Falls mir also beispielsweise mitten im Harz Ideen kommen, kann ich sie schnell notieren und kein Regenschauer könnte sie zerstören! 😀 (Zum Akkusparen benutze ich mein Handy dann eigentlich so gut wie gar nicht.)

Ein fester Bestandteil meiner Schreibtischdeko ist ein Notizzettelhaufen, auf dem sich so einiges tummelt. Neben Einkaufs- und To-Do-Zetteln finden sich dort beispielsweise Ideen für Plotbunnys, lustige Sätze oder Skizzen. Alles, was sich hierauf findet, kam mir spontan in den Sinn, als ich am PC mit etwas anderem beschäftigt war, das ich nicht unterbrechen konnte oder wollte. So mancher Dialog kam mir als Geistesblitz, während ein Ladebildschirm zu sehen war und mein „Haupt-Notizbuch“ in einem anderen Zimmer lag. Unregelmäßig wird dieser Stapel von mir abgearbeitet und ggf. übertragen, damit nichts verloren geht.

Klingt sehr chaotisch, oder? Aber glaubt mir: So kann ich relativ sicher ausschließen, dass mir eine Idee verloren geht und das würde mich definitiv mehr ärgern als der Zeitaufwand, ggf. danach zu suchen.


Plotter oder Pantser?

So gefühlt gilt diese Frage als eine der Autor*innenfragen schlechthin, was ich zugegebenermaßen nicht verstehe. Ob ein*e Autor*in plottet oder einfach drauf los schreibt, interessiert mich nicht.

Mir muss die Geschichte gefallen, die Charaktere müssen Leben haben und man muss einfach beim Lesen spüren, dass Herzblut in das Werk geflossen ist.

Zwar mache ich mir Stichpunkte, an denen ich mich grob entlang hangele und habe von den Enden meiner Geschichten ein festes Bild vor Augen – ganz blind drauf losschreiben könnte ich nicht –, doch müsste ich mich zu Beginn des Schreibens auf einen Verlauf „einigen“ und mich fest daran halten. Wenn ich ehrlich bin: Das würde mich stressen und dadurch hätte ich einfach keine Lust mehr auf das Ganze. Ich habe es einmal versucht und … nein, muss nicht sein. Hier brauche ich Freiheit!


Wordcount und Deadlines

Ich notiere mir gern, wie viele Wörter ich wann geschrieben habe, allerdings jage ich (mal von NaNoWriMo und CampNaNo abgesehen) keinen Wordcounts hinterher. Stattdessen habe ich mir angewöhnt, ein Schreibtagebuch zu führen, in dem ich dann auch andere erledigte Projektaufgaben notiere.

So was motiviert mich ungemein, da ich sehe, wie es vorangeht.

Feste Deadlines setze ich mir dagegen gar nicht. Ich lasse mir lieber etwas mehr Zeit und bin dann zufrieden, anstatt mich unter Druck zu setzen.

Falls euch das Thema Schreibtagebuch interessiert, findet ihr hier den passenden Blogeintrag: https://www.mapmaker-malique.de/blog/autorinnen-tagebuch/ .
(Monatliche Updates findet ihr dann in der Kategorie https://www.mapmaker-malique.de/blog/category/autorinnenleben/ )


Was macht mir Spaß, was überhaupt nicht? Was fällt mir leicht, was fällt mir schwer?

Am liebsten mag ich wohl Charakterdesign und das Schreiben von Dialogen. Ich liebe es einfach, verschiedene Charaktere aufeinander loszulassen und manchmal dann erst während des Tippens festzustellen, wie sie miteinander umgehen. Das macht einfach riesigen Spaß und daher fällt es mir sehr leicht, das zu schreiben.

Was mir ebenfalls Freude bereitet sind lustige Szenen (inkl. Wortspiele, die nicht immer gut sein müssen … xD) und Kampfszenen. Letztere empfinde ich manchmal dennoch als schwierig. Ich habe hier oft ein Bild vor Augen und weiß genau was passieren soll – aber bis ich eine Formulierung finde, die dieser Vorstellung gerecht wird, kann schon mal ordentlich Zeit vergehen. Mit den Kampfszenen bin ich nach dem Schreiben fast immer so zufrieden, dass ich sie beim Überarbeiten gar nicht mehr anfasse und nur noch offensichtliche Fehler beseitige.

Das bringt mich schon zum nächsten Punkt: Überarbeitung. Bei der Überarbeitung kann es vorkommen, dass ich eher das Gefühl habe, mich zu überarbeiten anstatt meine Texte. (Wortspiel, yay!) Ich mag es überhaupt nicht. Nicht nur, dass mir Kommasetzung in manchen Situationen Kopfschmerzen bereitet – ab einem gewissen Punkt schaue ich jedes Wort nach, das für mein Empfinden irgendwie komisch aussieht. Und je öfter ich über ein Wort lese, desto seltsamer sieht es dann auch aus. Daher muss ich mir die Überarbeitung gut einteilen und auch mal Tage einschieben, in denen ich dann an einem anderen Projekt weiterschreibe.

Sobald ich mit der Überarbeitung zufrieden bin, bekommt mein Writing-Dude (Dustin/@L_Feuerbrecher) erst mal so gut wie alles vorgesetzt. Er findet immer noch etwas, das komisch klingt – fällt mir dann im Nachhinein auch auf ^^“ – und seine (zum Teil sehr lustigen) Anmerkungen motiviert mich, mich noch einer weiteren Überarbeitung zu stellen.
Bei größeren Projekten kommt die Geschichte zu Testlesern. Ich bin immer richtig nervös, während ich auf Feedback warte.

Das Thema Design/Marketing und alles, was dazugehört, ist für mich ein Sonderfall: Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich es mag oder nicht.
Die Planung und das Anfertigen von Illustrationen machen mir großen Spaß, aber ich merke einfach, dass ich hier an meine Grenzen gerate. Ich bin keine Designerin und schon gar keine Marketingexpertin. Daher habe ich mir vorgenommen, das wunderbaren Designer*innen zu überlassen. Ich bin immer wieder überrascht, wie sie scheinbar genau wissen, was ich haben möchte, bevor ich es überhaupt weiß! xD In einem Fall war es sogar ein Premade-Cover, das ich unbedingt für #MMMDOME haben wollte. Ich habe es gekauft, obwohl ich noch nicht mal zu Ende geschrieben habe … jetzt habe ich immerhin eine Motivation. *lach*
(An dieser Stelle viele Grüße an Nadine/@CaytohNezach, Cathy/@CatStreff und Carolin/@Wanderkraehe!)

Außerdem: Textsatz. Das ist tatsächlich ein Thema, das ich gar nicht wirklich auf dem Radar hatte. Im Nachhinein ist es mir peinlich, mich nicht vor Veröffentlichung meines ersten Buches damit beschäftigt zu haben. Aber hier erhalte ich auch bald auch kompetente Unterstützung. (Viele Grüße an Karl-Heinz/@khzimmer2!) Ich hoffe, dass ich irgendwann auch mal die Zeit finde, mich selbst näher damit zu beschäftigen.


Zu guter Letzt noch ein Dankeschön an alle, die meine Geschichten lesen und mich so unterstützen. Ich freue mich über Feedback und konstruktive Kritik, ganz zu schweigen von all dem Fanart, das ich bereits zu #MapmakerMalique bekommen habe. Zu sehen, dass ich meinen Leser*innen ein Lächeln auf’s Gesicht zaubern kann, wäre mir schon Motivation genug. Aber Fanwork – wow! Das hätte ich mir vor zwei Jahren nie erträumen lassen. Vielen, vielen Dank euch allen! <3


Dieser Eintrag ist jetzt doch länger geworden als eigentlich gedacht. Ich bin mir aber sicher, etwas vergessen zu haben. Daher: Falls ihr noch etwas wissen möchtet, lasst es mich gerne hier oder auf Twitter wissen und ich werde diesen Beitrag um die Antwort ergänzen!

In meinem nächsten Blogeintrag geht es – wie bereits gesagt – um Diversität in meinem Mapmaker-Malique-Universum. Ich würde mich freuen, wenn ihr dann wieder hier vorbeischaut! ^^

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