Queerness & Sexualität

Nach Langem gibt es mal wieder ein kleines Update von mir. Bei diesem Worldbuilding-Beitrag geht es um das Thema: Queerness & Sexualität. (Vielen Dank für die Denkanstöße, Alex!)


Die ISSO versteht sich als Zusammenschluss vieler Planeten und ist somit ein Schmelztiegel verschiedener Spezies und Kulturen. Neben Handel und technologischem Austausch hat die ISSO ein weiteres großes Ziel: Frieden!

Zwar gibt es die Satzung der ISSO, in der die Gleichheit aller Lebewesen festgesetzt wurde, aber dennoch wird die Umsetzung von einigen Mitgliedsplaneten nicht ernstgenommen. Aufgrund der Größe der Organisation ist die Kontrolle schwer bis unmöglich, weshalb die ISSO nur Stichprobenkontrollen durchführt und auf den guten Willen ihrer Mitglieder hofft. Lediglich eine Überprüfung beim Eintritt in die Organisation muss jeder Planet über sich ergehen lassen – was aber häufig auch nur die niedergeschriebenen Gesetze betrifft.

Da zur Gleichheit auch Sexualität gezählt wird, ist Homophobie etwas, das aus Sicht der ISSO nicht geduldet wird.
Einige Mitgliedsplaneten haben Kulturen, die Heterosexualität als Norm ansahen, weshalb deren Regierungen nach und nach ihre Bevölkerung zu einer anderen Denkweise „erziehen“ muss. Darunter befindet sich auch die Erde, (Wobei ihr diese nicht mit unserem Planeten gleichsetzen solltet!) die erst verhältnismäßig kurz Mitglied ist.
Unter diesen Planeten sind jedoch auch einige schwarze Schafe, die zwar ihre Gesetze, nicht jedoch ihre Handlungen angepasst haben, und einfach nur die Vorteile „mitnehmen“ möchten. Sollte dies auffallen – wobei die ISSO hier stark auf Whistleblower setzt – droht dem jeweiligen Planeten ein Ausschluss aus der Organisation.

Ein Großteil der Mitglieder meint es allerdings ernst und bemüht sich, die Vorgaben der ISSO umzusetzen und beteiligt sich aktiv am kulturellen Austausch.

Bei den Ocri, auf deren Planet – Ocron – Frauen ausgestorben sind, ist Homosexualität zum Standard geworden, wobei einige Männer dort auch gar kein Interesse an Beziehungen und/oder Sex zeigen. Da die Ocri generell eher prüde sind, wird über „solche Themen“ eher geschwiegen. Auf Ocron mischt der Hohepriester das Erbgut von jeweils zwei Männern und erstellt daraus einen Sohn – Klone, die sich selbst klonen. Sex ist somit zur Fortpflanzung nicht nötig und hat daher einen ganz anderen Stellenwert.


Es gibt zahlreiche Planeten, deren Lebensformen mit einer binären Geschlechterbetrachtung gar nicht weit kämen, da es zur Fortpflanzung drei oder mehr Partner mit verschiedenen Geschlechtern braucht. Andere Spezies haben lediglich ein Geschlecht bzw. sind geschlechtslos und pflanzen sich ohne Sex fort.

Anhand dieses Beispiels lässt sich schon erahnen, wie in meinem Universum mit Mono-/Polyamorie umgegangen wird: Das müssen die Beteiligten unter sich ausmachen. Monogamie ist jedoch der Standard, was Hochzeiten angeht. Polygamie muss beantragt werden, wird aber fast immer bewilligt – weshalb es Gruppen innerhalb der ISSO gibt, die die Abschaffung dieses Verwaltungsvorgangs fordern. Da Verheiratete jedoch keine Vorteile innerhalb der ISSO zu erwarten haben, finden Hochzeiten eher selten statt bzw. werden diese eh nicht eingetragen.


Wörter wie homo- und heterosexuell, schwul, lesbisch, bi, pan, usw. existieren bei manchen Spezies nicht im Wortschatz, weshalb es gerade in der Aufwärmphase des Universalübersetzers zu Problemen kommen kann. Im Normalfall werden Wörter dann mit einer möglichst nahen Entsprechung übersetzt – sollte es keine geben, wird nicht übersetzt, was dazu führt, dass Verwirrung herrscht (und meist das Thema gewechselt wird).
Neben diesen Wörtern hat sich beim Zusammenleben innerhalb der ISSO etabliert, auch Beziehungen, die aus unterschiedlichen Spezies bestehen, einen Namen zu geben: xenoromantisch bzw. xenosexuell.
In der Praxis sieht es jedoch so aus, dass diese Aufgeschlossenheit zum Standard geworden ist und das Festlegen auf die eigene Spezies als konservativ angesehen wird – wenngleich Beziehungen zwischen Mitgliedern derselben Spezies deutlich häufiger vorkommen.


Hier noch eine Auflistung, welche Sexualität meine Charaktere haben. Bei Gelegenheit werde ich noch ausführlicher darauf eingehen und diese auch erweitern. ^^ Einige Charaktere kenne bisher nur ich – diese kommen erst in/ab Band 2 vor. 😀

#MapmakerMalique

Agneca: Pan-romantisch/-sexuell (Xeno)
Dubstep: Hetero-romantisch/-sexuell
Eunuvea: Pan-romantisch/-sexuell (Xeno)
Flamenco: Hetero-romantisch/-sexuell (Xeno)
Gothic: Bi-romantisch/-sexuell
Kriru: Homo-romantisch/-sexuell (Xeno)
Kryokrishna: Pan-romantisch/-sexuell (Xeno)
Kudolis: Bi-romantisch/heterosexuell (Xeno)
Lana: Hetero-romantisch/-sexuell (Xeno)
Lorandrell: Pan-romantisch/-sexuell (Xeno); Geburtsname: Liliell
Malique: Hetero-romantisch/-sexuell (Xeno)
Metal: Hetero-romantisch/-sexuell
Pop: Bi-romantisch/-sexuell (Xeno)
Punk: Homo-romantisch/-sexuell (Xeno)
Sereban: Homo-romantisch/-sexuell
Serenos: Pan-romantisch/-sexuell (Xeno)
Snak: Homo-romantisch/-sexuell
Towaj: Homo-romantisch/-sexuell (Xeno)
Trance: Hetero-romantisch/-sexuell (Xeno)
Triko: Hetero-romantisch/-sexuell (Xeno)
Windomir: Bi-romantisch/heterosexuell (Xeno)

Von links nach rechts: Kriru, Snak, Sereban, Towaj, Punk, Gothic, Pop, Agneca, Eunuvea, Kryokrishna, Lorandrell und Serenos.

#MMMITG2

Maggie: Homo-romantisch/-sexuell (Xeno)
Mara: A-romantisch/-sexuell

#MMMDOME

Stella: Hetero-romantisch/-sexuell


Was das Thema „Mono/Poly“ und „Regenbogenfamilien“ angeht, möchte ich auf meinen Blogeintrag Gebärende, Kinder und Gesellschaft verweisen. Dort bin ich schon mal auf einiges eingegangen. 🙂

Habt ihr Fragen? Hat euch etwas überrascht? Ruhig raus damit, ich freu mich über Kommentare! 😀


Bild von LoganArt auf Pixabay

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