Autorinnen-Tagebuch April 2020

In diesem Monat gibt es relativ wenig zu berichten. Die Krise macht auch vor meiner Schreibmotivation nicht halt. Eine Kurzgeschichte, die für eine Ausschreibung bestimmt war („Intersektionale Urban-Fantasy“) habe ich abgebrochen, da mich die Geschichte nicht überzeugt hat und ich sie keinesfalls bis zur Deadline hätte einreichen können. Allerdings habe ich die Rohfassung von Mapmaker Malique 2 fertiggestellt und konnte deshalb mit der Überarbeitung beginnen. Ende April habe ich schon fast 50% der ersten Überarbeitung hinter mich gebracht. 😀

01.04.: 395 Wörter „Intersektional“ Kurzgeschichte
03.04.: 576 Wörter Mapmaker Malique 2
04.04.: 694 Wörter Blogeintrag „Was ich mir eigentlich bei meinen Charakteren gedacht habe“, 1315 Wörter Mapmaker Malique 2
05.04.: 290 Wörter Mapmaker Malique 2 (Fertigstellung der Rohfassung! <3)
06.04.: Blogeintrag überarbeitet, 63 Wörter „Intersektional“ Kurzgeschichte, 192 Wörter „Gnomeoffice“
08.04.: Mapmaker Malique 2 Überarbeitung Kapitel 1
09.04.: Mapmaker Malique 2 Überarbeitung Kapitel 2
10.04.: Mapmaker Malique 2 Überarbeitung Kapitel 3
11.04.: Mapmaker Malique 2 Überarbeitung Kapitel 4
18.04.: Mapmaker Malique 2 Überarbeitung Kapitel 5
19.04.: Mapmaker Malique 2 Überarbeitung Kapitel 5
20.04.: Mapmaker Malique 2 Überarbeitung Kapitel 6
22.04.: Mapmaker Malique 2 Überarbeitung Kapitel 6
23.04.: Eine Illustration für Mapmaker Malique 1 angefangen
24.04.: Mapmaker Malique 2 Überarbeitung Kapitel 7
26.04.: Mapmaker Malique 2 Überarbeitung Kapitel 7
27.04.: Mapmaker Malique 2 Überarbeitung Kapitel 7
28.04.: Mapmaker Malique 2 Überarbeitung Kapitel 8
30.04.: Mapmaker Malique 2 Überarbeitung Kapitel 8

Autorinnen-Tagebuch März 2020

Aufgrund der Ereignisse erhielt mein Autorinnenleben diesen Monat relativ wenig Beachtung. Ich hoffe, im April wieder mehr berichten zu können. Viel Erfolg allen, die beim CampNaNo mitmachen – wenn auch vielleicht nur in abgespeckter Form!

Hier meine Aufzeichnungen für den März:

6.3.: 560 Wörter Blogeintrag, „Auge um Auge“ überarbeitet
8.3.: 200 Wörter #MapmakerMalique 2
10.3.: An Blogeinträgen geschrieben
13.3.: An Blogeinträgen geschrieben
14.3.: An Blogeinträgen geschrieben, gezeichnet
15.3.: Gezeichnet
16.3.: Gezeichnet, Gewinnspiel gestartet
18.3.: Gewinnspiel ausgelost und Briefe versandfertig gemacht, Blogeintrag veröffentlicht, gezeichnet
19.3.: Gezeichnet
20.3.: Rezensionsanfrage verschickt, gezeichnet
21.3.: „Auge um Auge“ korrigiert, Schreibnacht-Teilnahme: 214 Wörter #MapmakerMalique 2, 1 Kurzgeschichte überarbeitet
23.3.: „Auge um Auge“ an Verlag geschickt :3
24.3.: Kurzgeschichte überabeitet, an Blogeintrag geschrieben, 500 Wörter #MapmakerMalique 2
27.3.: Planung Kurzgeschichte für die „Urban Fantasy: going intersectional!“-Ausschreibung
28.3.: 2164 Wörter #MapmakerMalique 2
29.3.: 2557 Wörter #MapmakerMalique 2
31.3.: 120 Wörter „Urban Fantasy: going intersectional!“-KG

Autorinnen-Tagebuch Februar 2020

Auch diesen Monat gibt es wieder eine kurze Zusammenfassung meines Autorinnenlebens.

Wie einige von euch schon auf Twitter gelesen haben, bekam ich Ende Dezember eine gute Nachricht: Eine Kurzgeschichte von mir („Die Sonnentochter“) hat es in eine Anthologie („Verzaubert – Mein Herz schlägt queer“) geschafft, die voraussichtlich am 7. November erscheint! Ich habe es bis heute noch nicht ganz realisiert und ich freue mich immer noch tierisch darüber. Im Februar stand die Überarbeitung hierfür an, was für mich eine große Prämiere war: Meine erste Zusammenarbeit mit einer Lektorin! ^^ Inzwischen liegt die fertige Kurzgeschichte beim muc-Verlag! ^^

Außerdem konnte ich mich über die Fertigstellung meiner Meerjungfrauen-Kurzgeschichte „Auge um Auge“ freuen, die ich demnächst an den Ausschreibungs-Verlag schicken werde.

In der zweiten Monatshälfte war ich in meinem Brotjob sehr eingespannt, wodurch mein Autorinnenleben etwas gelitten hat. Trotzdem: Hier nun, was ich so gemacht habe:

1. 555 Wörter #MapmakerMalique

2. 210 Wörter #MapmakerMalique + Skizziert

3. Erster Lektoratsdurchgang „Die Sonnentochter“

5. 811 Wörter #MapmakerMalique + Lektorierte „Die Sonnentochter“ erneut gelesen und zurückgesendet.

6. 523 Wörter #MapmakerMalique

7. Zweiter Lektoratsdurchgang „Die Sonnentochter“ und Mail an Verlag geschrieben (WAR ICH NERVÖS!!!) + 386 Wörter #MapmakerMalique

8. 271 Wörter „Auge um Auge“ (Meine Meerjungfrauen-Kurzgeschichte) + 171 Wörter Blogeintrag + Buchillustration #MapmakerMalique

9. 674 Wörter Blogeintrag + Überarbeitung „Auge um Auge“

11. Skizziert

12. Visitenkarten bestellt

13. Skizziert + 186 Wörter #MapmakerMalique

14. Skizziert + Lesezeichen bestellt

15. 965 Wörter #MapmakerMalique + Erste Buchillustration fertiggestellt

16. 1.141‬ Wörter #MapmakerMalique

18. 383 Wörter #MapmakerMalique + Überarbeitung „Auge um Auge“

21. „ISSO“-Stempel entworfen + Teilnahme Schreibnacht: 1191 Wörter #MapmakerMalique

22. 670 Wörter Blogeintrag + Blogeintrag veröffentlicht

23. Überarbeitung „Auge um Auge“

24. An Buchillustration gearbeitet

25. Zweite Buchillustration fertiggestellt

29. Diesen Blogeintrag geschrieben + Merchandise für die LBM zusammengepackt

Wie ihr sehen konntet, gab es diesen Monat zwei weitere Highlights für mich: Ich habe nun Visitenkarten und Lesezeichen! Seht euch diese Schönheiten an! ^o^

Solltet ihr auf der Leipziger Buchmesse sein, dann könnt ihr mich gerne ansprechen. Wenn ihr möchtet, bekommt ihr dann auch einen #MapmakerMalique-Goodie-Umschlag geschenkt! ^^ Das hier ist drin*:

*Die Gutscheine sind lediglich in vier Briefumschlägen enthalten. Vielleicht habt ihr ja Glück! 😀

Danke, dass ihr diesen Eintrag gelesen habt! Bis zum nächsten Mal! 😀

Meine Schreibgewohnheiten und Wissenswertes zu meinem Autorinnenleben

Auf Twitter konntet ihr euch vor ein paar Tagen entscheiden, welchen Blogeintrag ich als Nächstes schreibe und veröffentliche. Gewonnen hatten „Schreibgewohnheiten“ und „Diversität in Mapmaker Malique“, danach folgte „Magie in Mapmaker Malique“ und Schlusslicht wurde „Technik in Mapmaker Malique“. Die verbleibenden Blogeinträge werde ich in der von euch gewünschten Reihenfolge schreiben! ^^

Hier aber nun zunächst zu meinen Schreibgewohnheiten und (hoffentlich) Wissenswertem zu meinem Autorinnenleben! 😀


Wann schreibe ich?

Viele von euch kennen es: Die Zeit zum Schreiben ist knapp, wenn man es nicht hauptberuflich macht. Häufig bleiben nur das Wochenende oder Urlaubstage, an denen aber auch erst mal Liegengebliebenes erledigt werden muss.

Für Werktage gilt bei mir: Ob ich an einem Tag schreibe, hängt von der Zeit und Energie ab, die mir nach einem 8-Stunden-Tag in der Softwareentwicklung noch bleibt. Glücklicherweise klappt es derzeit meist, mich aufzuraffen, da mir die Arbeit an meinen Herzensprojekten einfach guttut. Welchem Projekt ich mich widme, hängt dann von meiner Laune ab. Meist sieht das dann so aus, weil die jeweilige Stimmung einfach dazu passt:

  • Bei guter Laune: Wenn es mir gut geht und ich zum Scherzen aufgelegt bin, schreibe ich meistens an #MapmakerMalique weiter. Meine Chaoten albern gern mal rum und ich wage zu behaupten, dass die Dialoge lebendiger wirken, wenn ich auch wirklich selbst zum Scherzen aufgelegt bin.
  • Wenn ich traurig bin: An Tagen, an denen es mir nicht gut geht, schreibe ich an „Daughter of Mother Earth“ (#MMMDOME) weiter. Die Welt, die hier dargestellt wird, ist sehr düster und deprimierend. Dystopie würde ich es nicht nennen, aber es geht in die Richtung.
  • Bei schlechter Laune: Wut rauslassen und Stressabbau? Dafür ist meine Sci-Fi-Splatter-Comedy „IT-Girls²“ (#MMMITG2) perfekt für mich!

Demnächst stelle ich euch diese Projekte übrigens in weiteren Blogeinträgen ausführlicher vor. ^^

Sollte ich nur eine kurze Zeitspanne zum Schreiben haben, fange ich meist gar nicht an, mich mit meinen drei „Großbaustellen“ zu beschäftigen. Stattdessen schreibe ich dann an Kurzgeschichten oder Blogeinträgen – einfach, weil ich (wieder) schneller in die Thematik rein finde.
Ihr kennt das sicher auch: „Wo war ich? Was hatte ich zuletzt geschrieben?“ – und dann liest man erst mal das komplette letzte Kapitel … Und das ist auch gut so! Nur leider nicht zweckmäßig, wenn man beispielsweise nur eine Stunde Zeit hat.

Sofern ich einfach keine Lust mehr habe, am PC zu sitzen, schreibe ich in ein Notizbuch oder arbeite an anderen Sachen, die für meine Projekte anstehen. Derzeit vor Allem: Zeichnen! Denn Skizzieren fällt mir analog wesentlich leichter als am Rechner.

Was die Uhrzeit angeht, bin ich sehr flexibel – feste Schreibzeiten hab ich nicht. Aufgrund meiner Pflichten fällt es aber meist auf Samstag- und Sonntagvormittag, sowie auf die früheren Abende an Werktagen. An Urlaubstagen kann es schon mal passieren, dass ich den gesamten Tag mit Schreiben verbringe. 😀

Außerdem noch erwähnenswert: Schreibnacht, NaNoWriMo, CampNaNo!
Ich liebe die Dynamik, die diese Tage bzw. Nächte mit sich bringen. In dieser Zeit sitzen so viele von euch da und schreiben, tauschen sich auf Twitter und in Foren untereinander aus. Wir motivieren uns gegenseitig! Ich finde das super und je öfter ich daran teilnehme, desto mehr Spaß macht mir das Ganze! <3 Zu diesen Zeiten versuche ich mir möglichst viel Zeit „freizuschaufeln“.


Meine Arbeitsweise: Das Chaos hat System! Wirklich!

Meine Arbeitsweise lässt sich kurz zusammenfassen:
Genauso durchgedreht wie meine Geschichten.
Aber alles hat seinen Sinn und Zweck und führt zum Ziel! 😀 (Mit diesem organisierten Durcheinander habe ich es auch durch Schule und Studium geschafft. Manchmal frage ich mich wie! xD)


Das vermeintliche Chaos zeigt sich schon bei meiner Arbeitsumgebung und meinen Arbeitsmitteln.

Ich schreibe in Word und habe hierin das „Duden Korrektor“-Plug-in, auf das ich nicht mehr verzichten möchte, zumal es auch auf korrekte Kommasetzung prüft. (Dass ich mich nicht vollkommen darauf verlassen kann, ist mir bewusst!)

Meine ganzen Dateien habe ich in verschiedenen Ordnern auf Google Drive gespeichert, damit ich von überall darauf zugreifen kann. Zusätzlich habe ich zwei Back-ups. Man weiß ja nie! 
Wenn ich unterwegs bin und nur mein Handy dabeihabe, öffne ich meine Mail-App und lasse die angefangene Mail in den Entwürfen. Das ist praktisch und schnell zugänglich, hat Autosave … Wieso ich in diesem Fall keine Datei in Google Drive anlege? Dauert mir zu lange, wenn ich nur eine kurze Notiz machen möchte. xD

Zwar komme ich aus der IT, aber manchmal bin ich auch einfach froh, wenn ich mal nicht auf ein Display sehen muss. Daher arbeite ich gerne mit Notizbüchern und -blöcken. (In viele schreibe ich aber nichts, die dürfen einfach nur hübsch sein! Ihr kennt das sicher! xD) In so gut wie jedem meiner Rucksäcke befindet sich daher etwas zum Notieren.

Mein wichtigstes Notizbuch ist ein Sammelsurium: Plotbunnys, To-Dos, Blogeinträge, Marketingideen, Dialoge, lustige Wortspiele und für Storyideen für Ausschreibungen … alles, was hier drin steht, wird abgehakt, sobald ich es verwendet bzw. erledigt habe.
Für jedes meiner Großprojekte habe ich mindestens ein Notizbuch. Im Falle von #MapmakerMalique sind es derzeit 3: eines für Storynotizen/Textschnipsel, eines für meine Charaktere und die Darstellung ihrer Beziehungen untereinander, sowie ein Skizzenbuch.
Wie einige von euch vielleicht wissen, gehe ich gerne wandern. In meinem Wanderrucksack befindet sich deshalb ein wasserfester Notizblock. Falls mir also beispielsweise mitten im Harz Ideen kommen, kann ich sie schnell notieren und kein Regenschauer könnte sie zerstören! 😀 (Zum Akkusparen benutze ich mein Handy dann eigentlich so gut wie gar nicht.)

Ein fester Bestandteil meiner Schreibtischdeko ist ein Notizzettelhaufen, auf dem sich so einiges tummelt. Neben Einkaufs- und To-Do-Zetteln finden sich dort beispielsweise Ideen für Plotbunnys, lustige Sätze oder Skizzen. Alles, was sich hierauf findet, kam mir spontan in den Sinn, als ich am PC mit etwas anderem beschäftigt war, das ich nicht unterbrechen konnte oder wollte. So mancher Dialog kam mir als Geistesblitz, während ein Ladebildschirm zu sehen war und mein „Haupt-Notizbuch“ in einem anderen Zimmer lag. Unregelmäßig wird dieser Stapel von mir abgearbeitet und ggf. übertragen, damit nichts verloren geht.

Klingt sehr chaotisch, oder? Aber glaubt mir: So kann ich relativ sicher ausschließen, dass mir eine Idee verloren geht und das würde mich definitiv mehr ärgern als der Zeitaufwand, ggf. danach zu suchen.


Plotter oder Pantser?

So gefühlt gilt diese Frage als eine der Autor*innenfragen schlechthin, was ich zugegebenermaßen nicht verstehe. Ob ein*e Autor*in plottet oder einfach drauf los schreibt, interessiert mich nicht.

Mir muss die Geschichte gefallen, die Charaktere müssen Leben haben und man muss einfach beim Lesen spüren, dass Herzblut in das Werk geflossen ist.

Zwar mache ich mir Stichpunkte, an denen ich mich grob entlang hangele und habe von den Enden meiner Geschichten ein festes Bild vor Augen – ganz blind drauf losschreiben könnte ich nicht –, doch müsste ich mich zu Beginn des Schreibens auf einen Verlauf „einigen“ und mich fest daran halten. Wenn ich ehrlich bin: Das würde mich stressen und dadurch hätte ich einfach keine Lust mehr auf das Ganze. Ich habe es einmal versucht und … nein, muss nicht sein. Hier brauche ich Freiheit!


Wordcount und Deadlines

Ich notiere mir gern, wie viele Wörter ich wann geschrieben habe, allerdings jage ich (mal von NaNoWriMo und CampNaNo abgesehen) keinen Wordcounts hinterher. Stattdessen habe ich mir angewöhnt, ein Schreibtagebuch zu führen, in dem ich dann auch andere erledigte Projektaufgaben notiere.

So was motiviert mich ungemein, da ich sehe, wie es vorangeht.

Feste Deadlines setze ich mir dagegen gar nicht. Ich lasse mir lieber etwas mehr Zeit und bin dann zufrieden, anstatt mich unter Druck zu setzen.

Falls euch das Thema Schreibtagebuch interessiert, findet ihr hier den passenden Blogeintrag: https://www.mapmaker-malique.de/blog/autorinnen-tagebuch/ .
(Monatliche Updates findet ihr dann in der Kategorie https://www.mapmaker-malique.de/blog/category/autorinnenleben/ )


Was macht mir Spaß, was überhaupt nicht? Was fällt mir leicht, was fällt mir schwer?

Am liebsten mag ich wohl Charakterdesign und das Schreiben von Dialogen. Ich liebe es einfach, verschiedene Charaktere aufeinander loszulassen und manchmal dann erst während des Tippens festzustellen, wie sie miteinander umgehen. Das macht einfach riesigen Spaß und daher fällt es mir sehr leicht, das zu schreiben.

Was mir ebenfalls Freude bereitet sind lustige Szenen (inkl. Wortspiele, die nicht immer gut sein müssen … xD) und Kampfszenen. Letztere empfinde ich manchmal dennoch als schwierig. Ich habe hier oft ein Bild vor Augen und weiß genau was passieren soll – aber bis ich eine Formulierung finde, die dieser Vorstellung gerecht wird, kann schon mal ordentlich Zeit vergehen. Mit den Kampfszenen bin ich nach dem Schreiben fast immer so zufrieden, dass ich sie beim Überarbeiten gar nicht mehr anfasse und nur noch offensichtliche Fehler beseitige.

Das bringt mich schon zum nächsten Punkt: Überarbeitung. Bei der Überarbeitung kann es vorkommen, dass ich eher das Gefühl habe, mich zu überarbeiten anstatt meine Texte. (Wortspiel, yay!) Ich mag es überhaupt nicht. Nicht nur, dass mir Kommasetzung in manchen Situationen Kopfschmerzen bereitet – ab einem gewissen Punkt schaue ich jedes Wort nach, das für mein Empfinden irgendwie komisch aussieht. Und je öfter ich über ein Wort lese, desto seltsamer sieht es dann auch aus. Daher muss ich mir die Überarbeitung gut einteilen und auch mal Tage einschieben, in denen ich dann an einem anderen Projekt weiterschreibe.

Sobald ich mit der Überarbeitung zufrieden bin, bekommt mein Writing-Dude (Dustin/@L_Feuerbrecher) erst mal so gut wie alles vorgesetzt. Er findet immer noch etwas, das komisch klingt – fällt mir dann im Nachhinein auch auf ^^“ – und seine (zum Teil sehr lustigen) Anmerkungen motiviert mich, mich noch einer weiteren Überarbeitung zu stellen.
Bei größeren Projekten kommt die Geschichte zu Testlesern. Ich bin immer richtig nervös, während ich auf Feedback warte.

Das Thema Design/Marketing und alles, was dazugehört, ist für mich ein Sonderfall: Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich es mag oder nicht.
Die Planung und das Anfertigen von Illustrationen machen mir großen Spaß, aber ich merke einfach, dass ich hier an meine Grenzen gerate. Ich bin keine Designerin und schon gar keine Marketingexpertin. Daher habe ich mir vorgenommen, das wunderbaren Designer*innen zu überlassen. Ich bin immer wieder überrascht, wie sie scheinbar genau wissen, was ich haben möchte, bevor ich es überhaupt weiß! xD In einem Fall war es sogar ein Premade-Cover, das ich unbedingt für #MMMDOME haben wollte. Ich habe es gekauft, obwohl ich noch nicht mal zu Ende geschrieben habe … jetzt habe ich immerhin eine Motivation. *lach*
(An dieser Stelle viele Grüße an Nadine/@CaytohNezach, Cathy/@CatStreff und Carolin/@Wanderkraehe!)

Außerdem: Textsatz. Das ist tatsächlich ein Thema, das ich gar nicht wirklich auf dem Radar hatte. Im Nachhinein ist es mir peinlich, mich nicht vor Veröffentlichung meines ersten Buches damit beschäftigt zu haben. Aber hier erhalte ich auch bald auch kompetente Unterstützung. (Viele Grüße an Karl-Heinz/@khzimmer2!) Ich hoffe, dass ich irgendwann auch mal die Zeit finde, mich selbst näher damit zu beschäftigen.


Zu guter Letzt noch ein Dankeschön an alle, die meine Geschichten lesen und mich so unterstützen. Ich freue mich über Feedback und konstruktive Kritik, ganz zu schweigen von all dem Fanart, das ich bereits zu #MapmakerMalique bekommen habe. Zu sehen, dass ich meinen Leser*innen ein Lächeln auf’s Gesicht zaubern kann, wäre mir schon Motivation genug. Aber Fanwork – wow! Das hätte ich mir vor zwei Jahren nie erträumen lassen. Vielen, vielen Dank euch allen! <3


Dieser Eintrag ist jetzt doch länger geworden als eigentlich gedacht. Ich bin mir aber sicher, etwas vergessen zu haben. Daher: Falls ihr noch etwas wissen möchtet, lasst es mich gerne hier oder auf Twitter wissen und ich werde diesen Beitrag um die Antwort ergänzen!

In meinem nächsten Blogeintrag geht es – wie bereits gesagt – um Diversität in meinem Mapmaker-Malique-Universum. Ich würde mich freuen, wenn ihr dann wieder hier vorbeischaut! ^^

Autorinnen-Tagebuch Januar 2020

Ende 2019 habe ich damit begonnen, ein Autorinnen-Tagebuch zu führen, frei nach dem Motto: „Keinen Zielen hinterherjagen, sondern lieber stolz auf das sein, was ich erreicht habe!“.
Sofern ihr noch nicht so recht wisst, was der Sinn und Zweck des Ganzen sein soll, könnt ihr hier den entsprechenden Blogeintrag lesen:

Ich habe mich dazu entschieden, mein „Tagebuch“ einmal im Monat hier zu posten. Damit möchte ich nicht nur meinen Projektfortschritt dokumentieren, sondern auch diejenigen, die etwas ähnliches begonnen haben (und auch mich), motivieren.

Manchmal mögen es nur kleine Schritte sein, aber sie alle führen in die richtige Richtung! Seid stolz auf das, was ihr erreicht!

Hier nun zu meinem Fortschritt seit dem letzten Tagebucheintrag:

Dezember 2019
Sa, 21.12.2019:
1 Skizze für #MapmakerMalique
So, 22.12.2019:
292 Wörter #MapmakerMalique (zudem habe ich gut eine Stunde investiert, bisher Geschehenes noch einmal nachzulesen), Illustration zu #MapmakerMalique fertiggestellt, 40 Wörter für Tochter der Sonnenfinsternis
Mo, 23.12.2019:
40 Wörter #MMMDOME, Backcovertext für die Neuauflage von „Mapmaker Malique – Iriliquium“ geschrieben, 100 Wörter #MapmakerMalique, 300 Wörter #Nordlande-KG
Mi, 25.12.2019:
400 Wörter #Nordlande-KG und damit beendet ^o^/)
Do, 26.12.2019:
273 Wörter #Gnomeoffice, 346 Wörter #MMMDOME
Fr, 27.12.2019:
„Jahresrückblick 2019/ Vorschau 2020“ geschrieben, in Band 2 von #MapmakerMalique gelesen, #446 Wörter #MapmakerMalique
Sa, 28.12.2019:
#Nordlande-KG überarbeitet, mit Vorbereitungen für #WIPSchreiben begonnen, Prota von #Gnomeoffice gezeichnet
So, 29.12.2019:
Website-Update, Blogeintrag zum Thema Diversität im #MapmakerMalique-Universum begonnen, 115 Wörter#MMMITG2
Mo, 30.12.2019:
100 Wörter #MMMITG2

Januar 2020
Fr, 03.01.2020:
Lustiges Zitat notiert
Sa, 04.01.2020:
Rezensionsanfrage geschrieben
Mo, 06.01.2020:
Eunuvea skizziert
Di, 07.01.2020:
397 Wörter Story für meine Meerjungfrauen-KG notiert, beim Schreibnacht-Forum angemeldet, Vorbereitungen für die #LBM2020
Mi, 08.01.2020:
Über Visitenkartendesign gegrübelt, 100 Wörter Meerjungfrauen-KG
Sa, 11.01.2020:
Skizziert / gezeichnet, 50 Wörter Meerjungfrauen-KG
So, 12.01.2020:
100 Wörter #MapmakerMalique
Do, 16.01.2020:
250 Wörter #MapmakerMalique
Sa, 18.01.2020:
1800 Wörter #MapmakerMalique
So, 19.01.2020:
400 Wörter #MapmakerMalique, Akkreditierung für #LBM2020 vorgenommen
Di, 21.01.2020:
600 Wörter #MapmakerMalique
Mi, 22.01.2020:
Ticket #LBM2020 (und dazugehöriges Bahnticket) gekauft, 300 Wörter #MapmakerMalique
Fr, 24.01.2020:
Website aktualisiert, Schreibnachtprofil erstellt, an #LBM2020-Goodies gearbeitet, 1442 Wörter #MapmakerMalique
Sa, 25.01.2020:
3 Skizzen für die Neuauflage von #MapmakerMalique – Iriliquium erstellt
So, 26.01.2020:
Sinnvolle Möglichkeit für einen Plottwist notiert
Di, 28.01.2020:
Skizziert
Mi, 29.01.2020:
Skizziert
Do, 30.01.2020:
300 Wörter #MMMITG2
Fr, 31.01.2020:
Diesen Blogeintrag geschrieben, 393 Wörter #MapmakerMalique, 507 Wörter Mehrjungfrauen-KG

Jahresrückblick 2019 / Ziele 2020

Das Jahr 2019 war für mich in vielerlei Hinsicht ein Auf und Ab. Das schließt alle Bereiche meines Lebens ein: privat, beruflich und natürlich auch mein Autorinnenleben.

Im zweiten Halbjahr war ich aufgrund eines Arbeitsplatzwechsels gezwungen, mehr Zeit und Energie darin zu investieren, weshalb ich weniger Zeit für meine Schreibprojekte fand und tatsächlich nichts veröffentlichen konnte.
Das soll sich 2020 definitiv ändern und da ich derzeit hoch motiviert bin, bin ich guter Dinge, dass es nun wieder besser läuft.

Konkret habe ich mir vorgenommen, die Neuauflage von #MapmakerMalique – Iriliquium zu veröffentlichen, ebenso wie den zweiten Band, der gleich von Beginn ein schönes Cover, Illustrationen und tollen Textsatz bekommen wird. Ich freue mich schon so sehr darauf und möchte jetzt schon jedem danken, der mich dabei unterstützt! <3
Des Weiteren möchte ich zumindest die Rohfassung eines der beiden Spin-Offs fertigstellen: #MMMDOME und/oder #MMMITG2.
Was Kurzgeschichten angeht, freue ich mich besonders auf die Fertigstellung (und hoffentlich auch Veröffentlichung) von #Gnomeoffice in der Anthologie #PhantastischerAlltag! ^^

Zudem freue ich mich auf die Leipziger Buchmesse 2020! Und vielleicht klappt es ja sogar mit einem Litcamp! 😀

Ich wünsche euch allen ein schönes Jahr 2020! Lasst es euch gut gehen! <3

Autorinnen-Tagebuch

Wie ich bereits Anfang des Monats auf Twitter berichtete, habe ich mit dem Führen eines Autorinnen-Tagebuchs begonnen. Davon möchte ich euch nun etwas ausführlicher erzählen!

Vor einer Weile hatte ich einen wunderhübschen Kalender* gekauft – eigentlich mit der Absicht, dort meine Autorinnenleben-Aufgaben und -Meilensteine einzutragen. Schnell merkte ich jedoch, dass dies so für mich nicht funktionierte: Ich sah gar nicht erst in den Kalender, da ich diesen mit Stress und zusätzlicher Arbeit verband.
Stattdessen nutze ich diesen nun also zur Dokumentation. Stichpunktartig schreibe ich bei jedem Tag, an dem ich etwas für meine Herzensprojekte mache:

Wie viele Wörter habe ich geschrieben? Was habe ich gezeichnet? Hatte ich Ideen, die ich notiert habe oder fiel mir eine Wendung im Plot ein, die mir gut gefällt?

Bereits nach wenigen Tagen war mir klar: Selbst mit meiner 40-Stunden-Woche als Softwareentwicklerin nahm ich mir doch fast jeden Tag Zeit, um etwas für meine Projekte zu tun. Selbst, wenn es nur war, dass ich mir die Idee für eine lustige Szene notierte oder mir Alchemie-Wissen aneignete, um die Zutaten einer Mixtur zu benennen. Das gab mir zusätzliche Motivation, damit weiterzumachen.

Blättere ich nun durch den Kalender und sehe mir die Einträge der letzten Wochen an, fühle ich mich nun überhaupt nicht mehr faul, wie es vorher oft der Fall war. Stattdessen wurde mir nun bewusst, wie viel und wie regelmäßig ich mich meiner Leidenschaft widme. Das Gefühl, von Aufgaben geradezu erschlagen zu werden, ließ in der letzten Zeit deutlich nach.
Stattdessen sehe ich die Fortschritte – und wenn sie auch noch so klein sein mögen. Es geht voran: Schritt für Schritt, Wort für Wort!

Seht selbst:

Mo, 02.12.2019:
Planung #kmsmmman, Kryokrishna aus #MapmakerMalique gezeichnet
Di, 03.12.2019:
Über lustige Jobbezeichnungen für #kmsmmman gegrübelt, 302 Wörter für meine #Nordlande-KG geschrieben
Mi, 04.12.2019:
212 Wörter mehr für meine Sylvix-Fanfic, Ideen für #Gnomeoffice gesammelt
Do, 05.12.2019:
190 Wörter Sylvix-Fanfic
Fr, 06.12.2019:
205 Wörter #Nordlande-KG, Rezensionsanfrage geschrieben, Eunuvea aus #MapmakerMalique gezeichnet
Sa, 07.12.2019:
Rezensionsanfrage verschickt
So, 08.12.2019:
1024 Wörter #Nordlande-KG
Mi, 11.12.2019:
198 Wörter Sylvix-Fanfic
Do, 12.12.2019:
Planung #Gnomeoffice
Fr, 13.12.2019:
3 Skizzen für #MapmakerMalique
Mo, 16.12.2019:
Planung #MapmakerMalique Band 3, 2 Skizzen für #MapmakerMalique
Di, 17.12.2019:
Kurzbeschreibung von #Gnomeoffice geschrieben, 1 Skizze für #MapmakerMalique, 1 Skizze für „Tochter der Sonnenfinsternis“ (Charakterdesign)
Mi, 18.12.2019:
Geschrieben: 412 Wörter #Gnomeoffice, 663 Wörter #Nordlande-KG
Do, 19.12.2019:
1,5 Blogeinträge geschrieben, Projektübersicht erstellt
Fr, 20.12.2019:
0,5 Blogeinträge geschrieben, am Blog gebastelt, 50 Wörter für #kmsmmman

Und nun ergänze ich erst einmal „Blog-Eintrag veröffentlicht“! 😀
Was ich über die Feiertage so notieren konnte, erzähl ich euch dann in meinem nächsten Blog-Eintrag zu diesem Thema. ^^

Ich hoffe, dass ich jemanden (vielleicht dich?) dazu motivieren konnte, einem Autor*innen-Tagebuch ebenfalls eine Chance zu geben. Es ist definitiv einen Versuch wert!
Solltet ihr es ausprobieren – erzählt mir gern davon/postet es auf euren Social-Media-Kanälen! ^^ Viel Spaß!


*Natürlich mit Planeten drauf. Wer hätte es erwartet! xD


Für Banner genutztes Bild: https://pixabay.com/de/photos/buch-stift-offen-notebook-notizen-731199/

Schreiben über das Schreiben

​​​​​Mit diesem Beitrag nehme ich an einer Blogparade teil und erzähle ich euch etwas über mein Autor*Innenleben! Solltet ihr auch interessiert sein, findet ihr Infos auf der Website von Stephanie Müller: #SchreibenÜberDasSchreiben


Was schreibst du?

Meist Sci-Fi, Fantasy und/oder Comedy. Letzteres vor allem, weil ich manchmal einfach nicht ernst bleiben kann. Dazu sei gesagt, dass ich selten „hartes“ Sci-Fi schreibe, bei dem fast nur Technik im Vordergrund steht, sondern gerne Genre-Mix.
Vor Kurzem habe ich zudem herausgefunden, dass ich auch mal gerne Gore schreibe.

Was motiviert dich zum Schreiben?

Das ist sehr unterschiedlich. „Mapmaker Malique“ ist die Geschichte, die ich schon immer schreiben wollte. Da es mein Herzensprojekt ist, kann ich mich sehr schnell motivieren, daran weiterzuarbeiten. Jedes liebe (bzw. gut gemeinte) Wort motiviert mich zusätzlich. Außerdem habe ich schon viele Fanworks bekommen und jemand hat kürzlich sogar ein Easter-Egg in eine eigene Geschichte eingebaut. Da bin ich immer den Tränen nahe und möchte sofort wieder etwas zurückgeben. Also schreibe ich weiter, in der Hoffnung, dass es wieder gefällt! <3
Manchmal ist es aber auch ein akutes Ereignis, das mich gerade zu anschreit: „Schreib da was dazu!“.

Wie schreibe ich?

Meist schreibe ich direkt am PC, selten auf einem Notizblock bzw. in einem Notizbuch.

Ich bin eher Pantser. Zwar plane ich den groben Ablauf, aber was den Weg dorthin angeht, weiß ich dann erst während des Schreibens – je nachdem, was meinen Charakteren so einfällt. Mit einem festen Plot käme ich absolut nicht zurecht.
Mein Vorgehen beim Schreiben ist ziemlich chaotisch. Manchmal schreibe ich beispielsweise einzelne Szenen und verbinde diese im Nachhinein.

Was mir vorab aber ungemein hilft: Die Charakterbeziehungen grafisch darstellen! Zwar kenne ich meine Charaktere und deren Beziehungen in und auswendig, aber zu Beginn – um Klarheit zu gewinnen – unglaublich hilfreich. Allgemein arbeite ich gerne mit Diagrammen, darunter auch Ablaufdiagramme, die ich gerne benutze, um Kampfszenen zu planen.
Zudem fertige ich gerne Skizzen von Charakteren, Landschaften und wichtigen Gegenständen an, damit ich mir alles bildlich vorstellen kann. Im Worldbuilding kann ich wirklich „versumpfen“! 😀

Woran ich schreibe, ist von meiner Laune abhängig. Ich habe mehrere Projekte gleichzeitig, einfach, um die Chance zu erhöhen, dass ich überhaupt etwas schreibe. Derzeit sind das drei Projekte. An #MapmakerMalique (Sci-Fi/Fantasy/YA/Comedy) schreibe ich, wenn ich gut gelaunt bin, an #MMMDOME (Sci-Fi/Drama) wenn ich meine eher düsteren, melancholischen Tage habe und an #MMMITG2 (Sci-Fi/Comedy/Gore) wenn ich relativ schlechte Laune habe.

Wann habe ich angefangen zu schreiben?

Angefangen, regelmäßig zu schreiben, habe ich wohl im Teenie-Alter. Aber auch davor habe ich meine Gedanken und Vorstellungen zu Papier gebracht. Die erste Geschichte, an die ich mich erinnere, diese geschrieben zu haben, war eine Fantasiegeschichte im Grundschulunterricht. Genaugenommen war es eine Zelda-Fanfiction: Ich habe den Weg von Link hinauf zum Todesberg beschrieben, wie ihm riesige Steine entgegenkamen und er gegen Monster kämpfen musste, um an das rote Amulett zu gelangen. (Born to be Nerd!)
Ich erinnere mich da noch so gut daran, da ich in der vorgegebenen Zeit nicht fertig wurde und abbrechen musste. Hätte ich heutzutage beim Schreiben noch Deadlines … uff. Unter Stress kann ich nicht schreiben.

Beim Schreiben muss ich unbedingt dabeihaben:

Mein Must-Have ist: Trinken! Ich trinke viel und hab gern was zu trinken griffbereit – gerne auch noch ne Wasserflasche auf Vorrat neben mir, damit ich nicht aufstehen muss, wenn ich gerade im Schreibfluss bin.

Wie sieht für dich der perfekte Schreibtag aus?

Das wäre wohl, wenn ich jederzeit schreiben und Pause machen könnte, wie ich wöllte. Allein das Wissen, dass ich ohne Zeitdruck schreibe, macht mich produktiver. xD

Wo schreibst du am liebsten?

Am liebsten schreibe ich ganz klassisch Zuhause am Schreibtisch. ^^ Ich hab aber meistens einen Notizblock bzw. ein Notizbuch griffbereit, falls ich einen spontanen Einfall habe.

Weshalb schreibst du?

Zwar schreibe ich auch, um Vergangenes zu verarbeiten, oder meine Meinung zu äußern, aber vor allem, damit ich mich kreativ austoben kann – denn das macht mir Spaß! Außerdem ist mir LGBTQ*-Repräsentation wichtig … und da es davon zu wenig gibt, trage ich meinen Teil bei.

Was ist die größte Herausforderung beim Schreiben?

Mich nicht in Details zu verlieren. Wenn mir eine Kleinigkeit nicht passt, dann häng ich mich manchmal richtig daran auf, anstatt einfach zu schreiben, und im Nachhinein zu überarbeiten. Das „einfach runterschreiben“ würde ich gern noch lernen.

Bist du Mitglied einer Schreibgruppe?

Nein, bin ich nicht. Die Gründe sind einfach:
– Vor Ort kenne ich niemanden, der ebenfalls schreibt.
– Bisher habe ich es nicht geschafft, mir eine feste Schreibzeit „zuzulegen“ und schreibe eher immer mal wieder zwischendurch.

Allerdings tausche ich mich gerne mit anderen aus. Besonders häufig mit meinem Writing-Buddy! Das Sortieren von Ideen klappt da bisher aber eher weniger, denn wenn wir uns unterhalten, kommen nur noch weitere dazu … xD


Wie immer gilt: Solltet ihr Fragen haben, lasst es mich wissen! ^^


Bild von LoganArt auf Pixabay

[Writing] About Us

Was ihr hier lesen werdet, ist eine grobe Zusammenfassung meiner Kindheit/Jugend. Ich teile hier etwas, über das ich eigentlich kaum rede. Dabei geh ich nicht allzu sehr ins Detail.

Diesen Beitrag habe ich für „[Writing] About Us“ geschrieben: https://alpakawolken.de/writing-about-us/

Ich habe intensiv darüber nachgedacht, ob ich wirklich so viel über mich preisgeben will. Aber ich habe mich dafür entschieden, das hier nicht anonym zu veröffentlichen.

Folgende Themen kommen im Detail vor:
Kindesvernachlässigung, Mobbing, Angehörige einer psychisch Kranken, Tod, wie mir erst während des Schreibens wirklich bewusst wurde: Überleben eines Verbrechens.

Empathie war nie eine große Sache in meiner »Familie«, bestehend aus meiner Mutter, meinem Vater und meiner Halbschwester.

Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, sehe ich vor allem eins vor meinem geistigen Auge: meine streitenden Eltern. Ich habe sie tatsächlich nie glücklich erlebt, nie gesehen, dass sie sich einmal in den Arm genommen oder gar geküsst hätten. Für mich war es normal, dass meine Eltern maximal nebeneinander her lebten.
Ich war für jeden Tag dankbar, an dem ich mich nicht verstecken musste, weil mal wieder eine Tasse durch die Wohnung flog. Oft schienen sie gar nicht zu bemerken, dass ich da bin – oder es interessierte sie schlicht nicht.

Meine Mutter litt an Depressionen, nahm starke Psychopharmaka ein. Was das genau bedeutete, wurde mir erst später klar. Sie hielt den Laden trotzdem irgendwie am Laufen.

Mein Vater war Trucker und damit oft Tage, wenn nicht sogar Wochen unterwegs. So sehr ich an meinem Vater hing – manchmal war ich einfach froh, wenn er nicht da war. Dann herrschten ein wenig Ruhe und ich wurde auch mal von meiner Mutter beachtet.

Meine Halbschwester, die immerhin fast 16 Jahre älter ist als ich, stammt aus der ersten und einzigen Ehe meiner Mutter. Wir hatten kaum Gemeinsamkeiten, es herrschte immer ein gewisses Konkurrenzdenken von ihrer Seite aus, während ich sie als »halt einfach da, gehört dazu« abstempelte. Sie zog aus, als ich 3 war, daher erinnere ich mich kaum an die Zeit, in der wir in einem Zimmer lebten. Danach kam sie mehrmals in der Woche zu Besuch.

In den Streitereien meiner Eltern wurden wir selten außenvor gelassen.
Da meine Halbschwester sehr aggressiv werden konnte und einen Hass auf meinen Vater hatte, meine Mutter ihr Verhalten aber als »normal gegenüber dem Stiefvater« abtat, war Streit vorprogrammiert.

Die Familie väterlicherseits habe ich nie kennengelernt – die Großfamilie mütterlicherseits dagegen leider schon. So gut wie alle Familienmitglieder sind religiös, leben zum Teil streng katholisch. Probleme, unangenehme Situationen und auch Verbrechen wurden dort wohl schon immer totgeschwiegen. Ich bin froh, dass ich nur einen Bruchteil der Vorfälle kenne, die sich zwischen Familienmitgliedern ereignete. Die Philosophie dieser Personen schien aber zu sein »Ich geh doch eh beichten!«. Gleichzeitig wurde aber alles mit Sünde begründet, was nicht in das Weltbild derjenigen passte. Ich werde diesen Aspekt nicht allzu sehr ausführen – aber ich hörte so etwas regelmäßig.

Dass meine Eltern nicht verheiratet waren, war Mitte der 90er in einem eher ländlichen Teil Bayerns wohl noch unglaublich erschreckend. Ich weiß noch, wie mein Lehrer mich nach einer Klassenfahrt nicht zu meinem Papa lassen wollte, weil er einen anderen Nachnamen auf dem Ausweis stehen hatte. Selbst meine Zusicherung, dass er mein Vater war, interessierte den Lehrer nicht. Es verging eine Weile, bis meine Mutter mich an diesem Tag abholen konnte. Mir tat mein Vater damals so leid, da er vom Schulgelände verwiesen wurde. Er musste sich unglaublich elend gefühlt haben.

Als Kind war ich eine richtige Heulsuse. Ich habe wegen allem geweint: negativ oder positiv. Das wurde mir natürlich vorgeworfen. Ich sei so anstrengend. Immer müsse man mich trösten. Das »Warum« interessierte nie. Ich interessierte nie.

Dass ich nicht geplant war, ließ man mich von klein auf spüren. Es wurde mir sogar einmal direkt von meiner Mutter gesagt, sodass das keine wage Vermutung blieb. »Hätte ich früher gemerkt, dass ich schwanger bin, wärst du jetzt nicht hier.«  An meinem 10. Geburtstag – der letzte Geburtstag, den ich groß feierte.

Ich verweigerte regelmäßig das Essen, nahm nur so viel wie nötig zu mir. Das war wohl meine Art der Selbstverletzung, wie mir erst sehr spät bewusst wurde. Selbst von meinen Lehrern hatte ich immer nur den Spruch gehört »Iss mal mehr!«. Herauszubekommen, wieso ich so wenig aß, hätte wohl zu viel Arbeit gemacht. Erst seit etwa vier Jahren bin ich im Normalgewicht, davor litt ich immer an Untergewicht.

Als ich 12 war, zog mein Vater aus. Für etwa drei Jahre sollte ich nichts von ihm hören. Meine Schwester kam immer noch regelmäßig vorbei, doch ich ging ihr aus dem Weg, so gut ich konnte. Sie verhielt sich mir gegenüber immer recht abweisend, teilweise feindselig – natürlich nur, wenn keine anderen Leute da waren.

Schon im Kindesalter habe ich mich ins Lernen gestürzt. Das war eine der wenigen Konstanten in meinem Leben: Wenn ich mein Hirn beschäftigen konnte, ging es mir gut. Das ist bis heute so geblieben. Daher war ich relativ gut in der Schule, was mich zur klassischen Streberin machte. Dazu kam, dass ich mich für Computer und Videospiele interessierte und dafür kein Interesse an Make-Up und Mode zeigte – und das als Mädchen!
Damit bot ich mich als Mobbingopfer, geradezu an.
Was ich während meiner Schulzeit erlebt habe – ich will mich gar nicht so genau daran erinnern. Ich kämpfte jahrelang damit. Rückhalt hatte ich kaum, schon gar nicht von meiner Familie oder Lehrkräften. Dass ich systematisch fertiggemacht wurde, schien keinen zu interessieren. Aber irgendwie ging es weiter. Ein Tag nach dem nächsten.

Ich hatte schon immer nur wenige Freunde. Vielleicht auch begünstigt dadurch, dass meine (komischerweise plötzlich) überfürsorgliche Mutter mich kaum zum Spielen rausließ. Später wollte ich dann selbst kaum noch raus – ich konnte mich auch gut so beschäftigen.
Dies änderte sich erst, als meine Mutter regelmäßig in mein Zimmer kam und sich zu mir setzte, um mir dabei zuzusehen, wie ich Hausaufgaben machte. Sie sagte oft nichts – sah sich nur immer genau an, was ich tat. Das wurde mir schnell suspekt, doch ich sagte nichts dazu, hatte keine Lust auf Streit. Erst als ich sie dabei erwischte, wie sie meine Sachen durchwühlte, sprach ich sie auf ihr Verhalten an, das mir wahnsinnige Angst machte.
»Ich muss doch schauen, ob du ihnen hilfst!«
Sie sah regelmäßig unter den Wohnzimmertisch und hinter Bücher. Sie wiederholte dies oft – zum Teil schon einige Minuten später.
»Hier sind sicher Wanzen!«
Zunächst trat dies nur phasenweise auf, dann war sie permanent so paranoid.
In meiner Verzweiflung bat ich sie, zum Arzt zu gehen. Doch sie empfand sich nicht als seltsam – alle anderen waren es. So war ich diejenige, die zum Arzt ging, ihm davon erzählte. Wirkliche Hilfe versprach ich mir damals nicht, aber ich war froh, dass er mir zuhörte. Er bat mich, meine Mutter unter einem Vorwand zu ihm zu bringen – sie sollte mich einfach zu einem Termin begleiten. Das tat sie – komischerweise – mit Begeisterung.

Was dann folgte, war der Horror für mich.

Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte man meine Mutter schließlich abgeholt, da sie auf den Arzt loszugehen drohte. Die Arzthelferinnen trösteten mich, da ich einen Heulkrampf bekommen hatte. Später erklärte man mir, was mit ihr nicht stimmte: Schizophrenie mit multipler Persönlichkeitsstörung. Gleichzeitig versuchte man mich zu trösten, schließlich sei diese Krankheit nicht vererbbar – zwar ein Trost, aber in diesem Moment kein großer.

Man rief meine Schwester an, die mich abholte und bei der ich nun eine Weile wohnen musste – zusammen mit ihrem Freund, der meinem Vater und mir die Schuld an ihrer Krankheit gab. Wie er auf diese absurde Idee kam, ist mir bis heute ein Rätsel – aber ich schwieg, womit ich ihn wohl nur belohnte.

Noch heute kriege ich schlechte Laune, wenn ich ein »ach so lustiges T-Shirt« mit der Aufschrift »Ich bin schizophren« sehe, dessen Rückseite ein »Ich auch« ziert. Schizophrenie und multiple Persönlichkeitsstörung sind zwei unterschiedliche Dinge, die jedoch zusammen auftreten können. Aber eins haben beide gemeinsam: SIE. SIND. NICHT. LUSTIG!

Da ich aus einer Kleinstadt komme, machte das Ganze schnell die Runde. Ich hatte es niemandem erzählt, aber trotzdem wussten es alle um mich herum. »Die mit der Psycho-Mutter«, »Die, deren Mutter auf andere Leute losgeht«. Die ganzen Blicke … ich habe sie gehasst. Aufmerksamkeit war nie wirklich etwas Positives für mich.

Nach einigen Wochen wurde meine Mutter entlassen, ich durfte wieder nach Hause. Sie machte mir natürlich erst einmal Vorwürfe – wieso ich ihr das angetan hätte. Sie war zu dieser Zeit arbeitslos, erwartete mich sofort, wenn ich von der Schule nach Hause kam. Morgens der Ärger in der Schule – direkt danach ging es weiter. Verständnis hatte sie nicht. »Stell dich nicht so an, so sind Kinder nun mal.«

Während dieser Zeit litten meine Noten. Ich suchte das Gespräch, war fertig mit den Nerven und trotzdem interessierten meine Klassenlehrerin nur meine Noten. Schließlich ging ich zum Direktor und fragte an, ob ich in eine Parallelklasse versetzt werden könnte. Der belächelte mich, da ich allein zu ihm kam – meine Mutter weigerte sich schlichtweg. Also stieß ich auf taube Ohren. Schon gar nicht wollte er mir glauben, dass »die liebe Polizistentochter« und »ihre durchweg talentierte Freundin« mir das Leben zur Hölle machten.

Stattdessen rief der Vater – der wohlgemerkt Polizist war –, bald darauf bei uns an, beschwerte sich bei meiner Mutter, dass ich Rufmord betreiben würde. Ich weiß nicht mehr, wie sie reagiert hatte – vermutlich ist das auch besser so.

So tat ich das Einzige, was mir einfiel, obwohl es mir zuwider war: Ich gab sämtliche Schularbeiten, bei Fächern, deren Lehrer sich mir gegenüber herablassend verhielten, einfach leer ab oder schmierte halbherzig etwas darauf, von dem ich wusste, dass es falsch war.
Wenn ich nicht in eine Parallelklasse durfte, um meinen Mobbern zu entgehen, dann würde ich halt in den Jahrgang darunter wechseln.
Das schaffte ich natürlich problemlos. Dabei hatte ich allerdings nicht bedacht, dass ich zukünftig auch noch »Die Dumme« sein würde. Irgendwie quälte ich mich durch dieses Schuljahr, aber auch nur halbherzig.

Erst als ich fast 15 Jahre alt war, meldete sich mein Vater wieder. Er kam vorbei und – natürlich – brach augenblicklich wieder ein Streit mit meiner Mutter los. Ich erfuhr durch Zuhören, dass mein Vater sehr wohl versucht hatte, Kontakt zu halten, jedoch immer mir gegenüber behauptet wurde, er hätte sich nicht gemeldet. Wäre ich an diesem einen Tag nicht ans Telefon gegangen, hätte ich vermutlich kein Wort mehr mit ihm wechseln können.
An diesem Tag erfuhr ich auch, was meine Halbschwester alles in ihrer Eifersucht getan hatte, als sie jünger war. Neben einem Zeh, dem sie meinem Vater gebrochen hatte, hatte sie wohl auch versucht, mich als Baby zu ertränken.

Da ich inzwischen alt genug war und die Zusammenhänge besser verstand, wollte – und konnte – ich mich nicht mehr raushalten. Ich habe zu meinem Vater gehalten, was meiner Mutter – bei der ich ja noch wohnte – natürlich gar nicht gefiel.
Sie nahm ihre Tabletten plötzlich nicht mehr – und wurde wieder eingewiesen, da der Arzt nach einem versäumten Termin persönlich vorbeikam, um nach ihr zu sehen. Dafür musste ich bei einem absurden Spiel mitmachen. Meine Mutter wollte nur in den Krankenwagen steigen, wenn ich mitkam. So stieg ich vorne ein, sie danach hinten. Die Frau des Arztes holte mich in einem günstigen Augenblick raus und bat mich, mich hinter ihr auf der Wiese zu verstecken, damit meine Mutter mich nicht außerhalb des Wagens sah. Ich weiß noch, wie ich dort kauerte, meinen Blick zu den Fenstern des Mehrfamilienhauses schweifen ließ, in dem wir wohnten … und dort – natürlich – Nachbarn am Fenster stehen sah.

Diesmal durfte ich zuhause bleiben, da mein Vater sich bereiterklärte, in der Wohnung zu bleiben. Ich ging zur Schule, schmiss halbwegs den Haushalt, kümmerte mich um meinen Vater, der nur noch zwei halbe Lungenflügel hatte und deshalb schnell in Atemnot geriet.

Meine Schwester nahm die Situation mit »Das ist mir jetzt zu viel, das verkrafte ich nicht noch mal!« zur Kenntnis. Von ihr sah und hörte ich nun auch nichts mehr für einige Monate. Einmal lief sie mir auf der Straße über den Weg – und sagte nicht einmal »Hallo!«. Sie stand erst wieder vor der Tür, als sie wohl von einer Nachbarin erfahren hatte, dass meine Mutter wieder zuhause war, ihre Medikamente nahm und mein Vater weg ist.

Nach dieser schweren Zeit starb mein Vater, zu dem ich inzwischen einen herzlichen Kontakt gehabt hatte. Er holte mich regelmäßig mit dem Auto ab, damit ich bei ihm übernachten konnte, fragte mich Dinge, interessierte sich für mich. In diesen wenigen Wochen, die ich mit ihm hatte, habe ich mich geliebter gefühlt, als die gesamten Jahre davor. Ich verlor ihn an Lungenkrebs, gegen den er schon jahrelang gekämpft hatte. Das ist der Grund, wieso ich in meinem Leben noch nie an einer Zigarette gezogen habe und auch nie mit einem Raucher zusammen sein könnte.

Dank dem Jugendamt war es mir möglich, mit 16 Jahren in eine eigene Wohnung zu ziehen. Das Geld, das ich dafür bekam, reichte für das Nötigste. Ein wenig Luxus war nur drin, wenn ich hungerte.

Ich hatte viel Zeit zum Nachdenken. Mir wurde mir klar, dass mein Vater vermutlich vor der Kälte, die ihn »zuhause« erwartete, geflohen war und deshalb freiwillig die langen Touren mit seinem Truck angenommen hatte. Gerne hätte ich aber noch die Möglichkeit gehabt, ihn zu fragen, wieso er dabei nie an mich gedacht hat. Wieso er, wenn er denn doch mal zuhause war, sich verkrochen hat und sich kaum mit mir abgeben hat. Aber da mir von meiner Mutter und meiner Halbschwester oft in abfälligem Ton gesagt wurde, dass ich ja »voll wie mein Vater« sei (was stimmt), kann ich sein Verhalten auch ein Stück weit nachvollziehen – ganz verstehen werde ich es aber wohl nie.

Ich vermied den Kontakt zu meiner gesamten Familie so gut ich konnte. Mein Auszug war Anlass für mich, das zu machen, was meiner Mutter und meiner Schwester übel aufstoßen würde. Ich stamme aus einer Arbeiterfamilie, da hieß es früh »Du musst Geld verdienen, mach schnell die Schule fertig!«. Bildung – wofür? Ich machte meine Mittlere Reife, später würden noch Fachabitur, eine Ausbildung, Bachelor und Masterstudium folgen. Um meine Familie zu ärgern? Vielleicht ein wenig.

Mit 16 Jahren verknallte ich mich das erste Mal in ein Mädchen – auch wenn ich sie nur im Internet kennengelernt hatte. Ich dachte mir nichts weiter dabei, als ich meiner damaligen Clique davon erzählte. Schließlich war ich glücklich und sie würden sich für mich freuen – dachte ich naiverweise. Fortan waren Sprüche und Nachfragen diesbezüglich Alltag, da das sofort Gesprächsthema der gesamten Schule war.
Irgendwann hörte ich zufällig, wie eine Freundin von einer anderen forderte, mich nicht zum Geburtstag (Pyjamaparty) einzuladen.
»Die steht auf Frauen. Was, wenn die nachts über uns herfällt?«
Ich war schockiert, dass sich nun alles, um meine Bisexualität zu drehen schien. Der Mensch, der ich war, war plötzlich egal. Ich war nur noch »die, die auf Frauen steht«.

Eigentlich war erst das der Punkt in meinem Leben, in dem ich Probleme entwickelte, Menschen zu vertrauen. Damit hatte insbesondere meine Betreuerin zu kämpfen, die mir das Jugendamt zur Seite gestellt hatte. Ich schwänzte die Schule, ließ mich krankschreiben – lernte das Zeug einfach zuhause, was natürlich gar nicht so gern gesehen war. Ich muss unglaublich anstrengend gewesen sein.

Es folgte eine Zeit, in der ich oft allein war, mich abkapselte. Da ich nun aber für mich allein verantwortlich war, beschloss ich, das Beste daraus zu machen. Aufgeben war nie eine Option für mich. Dafür bin ich schlichtweg zu dickköpfig.

Was die Darstellung der oben genannten Themen in den Medien angeht und auch der Umgang in der Gesellschaft: Es wird meiner Meinung nach viel geredet, aber wenig gemacht. Es ist halt immer leichter, sich aufzuregen, anstatt etwas zu unternehmen.
Interessiert hat es in der Schulzeit/während des Studiums gefühlt kaum keinen, welche Vergangenheit man hat. Man hat zu funktionieren. Natürlich bindet man die Vergangenheit nicht jedem direkt auf die Nase. Aber man muss kämpfen und weiter funktionieren, während man versucht, das Ganze irgendwie für sich zu ordnen oder gar hinter sich zu lassen.
Therapieplätze sind Mangelware – ich selbst habe einmal eine Therapie gemacht, doch gebracht hat sie mir nichts. Im Nachhinein bin ich der Meinung, dass mein Therapeut einfach nicht der Richtige war – aber halt einfach der einzige auf einer Liste, der zur Verfügung stand. Da muss in unserem Gesundheitssystem dringend nachgebessert werden.
Immerhin gibt es einige Vereine/Organisationen, die etwas tun – aber (vermutlich aufgrund mangelnder Kapazitäten) viel zu wenig proaktiv. Wenn Opfer sich selbst Hilfe suchen müssen, ist das schon ein Armutszeugnis. Da würde ich mir wirklich wünschen, dass sich das ändert.
Selbst unter (vermeintlichen) Freunden hatte ich oft mit fehlendem Verständnis zu kämpfen. Eben auch wieder »Das ist doch schon so lange her« oder »Ich kann doch nicht immer auf dich Rücksicht nehmen«. Wenn ich zu allem, was mich an etwas Negatives erinnert, etwas sagen würde, dann bekäme ich meinen Mund nicht zu. Ich sage wirklich erst was, wenn ich quasi schon auf dem Zahnfleisch gehe. Das geht anderen, denen Ähnliches widerfahren ist, mit Sicherheit genauso. Daher: Nehmt Menschen, die sich euch anvertraut haben – was eine unglaubliche Überwindung sein kann – ernst und spielt das, was ihnen passiert ist, bitte nicht herunter!

Einige Eigenheiten habe ich mir beibehalten, die ich direkt auf diese Zeit zurückführen kann.
Ich bin tatsächlich z.B. ein Mensch, der nur schwer »einfach mal abschalten« kann. Ich muss einfach immer etwas machen. Wenn ich zu viel allein bin und keine Ablenkung habe, dann komme ich ins Grübeln – etwas, das ich absolut nicht mag. Glücklicherweise kommt es inzwischen eher selten vor, dass ich so gar nichts mit mir anzufangen weiß.

Auf der anderen Seite habe ich auch viel gelernt, was mir hilft, besser mit Krisen aller Art klarzukommen. Ich bin eine Kämpferin. Und verdammt dickköpfig, insbesondere, wenn man zu mir »Das kannst du doch gar nicht« sagt. Challenge accepted.

So hart es nun auch war, diese Erinnerungen (grob) aufzuschreiben – es tat mir trotzdem gut.

Inzwischen bin ich 31. Ich weiß, dass alles auch noch schlimmer hätte laufen können. Ich jammere daher selten, was meine Kindheit/Jugend angeht. So wurde ich immerhin zu dem Menschen, der ich heute bin. Und im Grunde mag ich mich, habe einen tollen Freund, bin glücklich und kerngesund.

»Blut ist dicker als Wasser!« ist soweit richtig. Aber nichts gegen eine Blutvergiftung zu tun ist halt auch keine Lösung. Da ich mit dem Versuch der Aussprache nicht weit kam, habe ich vergangenes Jahr die einzige Konsequenz gezogen, die mir hilfreich erschien: Ich habe trotz einiger Bedenken, die aber eher von Freunden und Dritten geäußert wurden, den Kontakt zu meiner »Familie« abgebrochen.
Gerade zu Beginn sah ich mich als Böse, hatte das Gefühl, mich dafür rechtfertigen zu müssen. »Familie ist doch so wichtig!« hatte ich immer wieder gehört. Inzwischen ist mir klar, dass ich niemandem eine Träne nachweinen muss, der sich nicht einmal die Zeit nimmt, mir zuzuhören. Das einzige, das ich bereue, ist, dass ich diesen Schritt nicht schon Jahre zuvor gegangen bin.

Ich komme mit Einsamkeit zurecht – zumindest für eine gewisse Zeit. Früher klammerte ich stark, blieb sogar lange bei meiner Ex-Freundin, obwohl sie mich schlug.
Doch – ich weiß gar nicht mehr genau seit wann – mittlerweile sind asoziale Menschen bei mir schnell untendurch. Insbesondere bei Menschen, die keinen Hehl daraus machen, dass es ihnen »zu viel Mühe« bereitet, Rücksicht auf andere zu nehmen oder solchen, die sich über Schicksale und Krankheiten anderer lustig machen. Mit Menschen, die eine solche Respektlosigkeit an den Tag legen, möchte ich nichts zu tun haben.

Trotz all der schlechten Erfahrungen mit Menschen, bin ich im Grunde jemand, der soziale Kontakte zu schätzen weiß. Diejenigen, die ich wirklich in mein Herz geschlossen habe, will ich nicht mehr missen. Da werde ich richtig weich – manchmal sogar zu weich. Sie sind für mich meine Ersatzfamilie. Diese Menschen, die mir zuhören. Mich nicht verurteilen, dafür, dass ich manchmal etwas zu emotional reagiere. Im Gegenzug können sie sich auch sicher sein, dass ich für sie da bin und ihnen helfe, denn ich habe einen ausgeprägten Beschützerinstinkt, den manche vermutlich gar nicht nachvollziehen können.

Ich weiß, egal was noch kommen mag: Ich werde kämpfen und stark sein. Für die, die es verdient haben, aber auch mal ganz weich. <3

Hiermit ist Serenitys Blog eröffnet! :D

Hallo zusammen! ^^

Schon eine ganze Weile spielte ich mit dem Gedanken, meine Website um einen Blog zu bereichern, auf dem ich einfach mal drauf los erzählen kann, was es so Neues gibt und was mich gerade so bewegt.

Wie ihr seht, hab ich nun endlich mal die Zeit dafür gefunden!

Wie immer gilt bei mir: Fragen, liebe Kommentare und sachliche Kritik ist immer gern gesehen. Scheut euch nicht, mir zu schreiben. Ich beiße (im Normalfall) nicht. xD