Mission Failed – Restart?

Autor: DasEinhorn / Dörte

»Shit. Wir haben es versaut, Zyrra. Diesmal wirklich. Schön, dass ich dich kennen durfte.«

»Jetzt Scherz nicht herum! Du kommst da raus, Myka! Ich habe dich heute noch nicht gesehen. Und wenn das so bleibt, verfolge ich dich im Tod! Ich schwöre dir, wenn du jetzt stirbst...«, die Explosion ließ sie aufschrecken, obwohl sie diese nicht hörte. So etwas hatte sie noch nie gesehen. Stücke des Planeten flogen knapp an ihrem Raumschiff vorbei oder trafen den Schild, prallten ab und flogen in eine komplett andere Richtung davon. Das Feuer, welches von der Explosion ausging, breitete sich unweigerlich aus, in alle Richtungen des Raums. Würden nicht tausende von Leben an diesem Feuer hängen, würde sie die Aussicht genießen. Mit einer letzten Bewegung drückte sie auf das Display direkt vor ihr. Der Schild um ihr Schiff leuchtete blau auf und zog fast die gesamte Energie, des Schiffes in sich hinein. Flammen umhüllten es nun und umspielten es mit einem Tanz des Todes. Für die Batkalo wohl eher ein Tanz der Schönheit.
Zyrra ließ sich auf den Boden sinken und zog einen ihrer Handschuhe aus. Sie fasste sich an den Kopf und starrte nach unten. Schon beim ersten Blinzeln fiel eine Träne auf den Boden.

»Ich habe dich gewarnt. Nicht. Jetzt.«. Sie zog auch den anderen Handschuh aus, wischte sich die immer häufiger auftretenden Tränen weg und sackte weiter zusammen. Das Schluchzen war im ganzen Raumschiff zu hören, doch ohne ihren Partner war es ruhig. Niemand war hier, um sie zu unterstützen und aufzurichten, so wie es Myka immer getan hatte. Sie schrie. ›Die Batkalo. Das nächste Mal, wenn ich auf einen treffe, wird er sich wünschen nicht geboren worden zu sein.‹. Sie steigerte sich in ihre Wut hinein, ihre Tränen wurden weniger, wichen dem Gefühl der Rache. Sie wollte nichts weiter als ihn. Doch er wurde ihr genommen. Von Wesen, die sich Höherem beauftragten und für die Verlust keine Schande, sondern das Ziel war. Sie wollte sie töten. Alle. Und zwar so, wie sie die anderen töteten. Sie packte neben sich in die Tasche, die sie für solche Notfälle mitgenommen hatte.

>-<

»Der Zielplanet wurde vernichtet. Keine Lebensformen sind mehr zu erkennen.« Hiotae stand, mit hinter dem Rücken verschränkten Armen, am Fenster ihres Raumschiffes und schaute auf das Schauspiel einer untergehenden Welt, einer sterbenden Zivilisation. Diese niedere Rasse wurde erledigt, ausgelöscht von jenen, die dafür bestimmt waren.

»Fliegen wir zurück.«, sagte sie und drehte sich um, guckte Moe an. »Wir haben noch andere Planeten zu vernichten.«.

»Aber Hiotae. Hast du schon vergessen, dass wir einen Beweis mitbringen sollen? Diesen Planeten hatte noch nie jemand zerstört. Du weißt, weswegen.«, meldete sich Moe, der mal wieder die einfachsten Formen des Respekts vergaß und auf sie zeigte.

»Wegen diesem kleinen Ding. Ja ich weiß.«, sie guckte sich das kleine Gerät an, das nicht größer war als ihre Handfläche. Auf dem oberen Rand war eine Zeit eingetragen, die Zeit genau vor ihrem Eintreffen. Und darunter war ein einfacher kleiner Knopf. Das Gerät vibrierte ständig. »Das nächste mal schneide ich dir deinen Finger ab.«, sie schaute wieder zu Moe, der erschrak und zog den Finger schnell wieder zurück.

»Es tut mir leid.«, entschuldigte er sich und ließ den Kopf hängen. Währenddessen drehte sich Hiotae wieder um und schaute nach Bruchstücken des Planeten. Um sie herum schwebten Teile des Landes, die alle nicht sonderlich groß waren. Ein Beweis mitzubringen war also nicht wirklich schwer.

»Moe, die Stücke des Planeten...«, sie hielt inne und starrte weiter in die Ferne. »Was?«, sie ging einen Schritt zur Seite um auch Moe Sicht auf das im Raum schwebende Schiff zu geben. »Hela, scanne das Schiff.«

»Eine Lebensform wurde erkannt. Wahrscheinlich lebend. Für genauere Informationen, wäre es hilfreich, wenn wir etwas näher heran fliegen würden.«, die Stimme klang zwar etwas mechanisch, aber weitaus realistischer als die Computerstimmen der meisten anderen Raumschiffe. Hiotae runzelte die Stirn.

»Na dann.«, sie ging in die Mitte des Raumes, der durch eine Treppe mit nur drei Stufen, abgesenkt wurde. In dessen Mitte stand ein Tisch und um ihn herum einige bequeme Sitzmöglichkeiten, die mehr an überdimensionale Kissen erinnerten. »Hela, flieg uns näher heran, langsam. Vielleicht haben wir ja bald einen lebenden Beweis.« Über dem anderen Raumschiff hielten die Batkalo und öffneten eine Tür gegenüber der Scheibe an der Hiotae vorher stand. Der neue Raum erinnerte an einen Flur, so wie er in manchen Häusern zu finden war. Er reichte länglich von der Tür weg und an seinen Seiten befanden sich einige Türen, die zu anderen Räumen führten. Alles um sie herum glänzte silbern. Mit strammen Schritten gelangten sie an eine Luke, die geöffnet werden konnte und nach unten aus dem Schiff heraus führte. Hiotae stellte sich neben sie und blickte auf sie herunter.

»Los. Du hast deinen Finger auf mich gerichtet, dann darfst du sie jetzt auch fangen.«, sie hatte immer noch die Hände hinter dem Rücken verschränkt und stand so gerade und regungslos da, dass sie hätte aus Stein sein können.

»Natürlich...«, er verzog die Miene und schloss dann die Augen. Sein weißer Anzug wurde sofort mit einer Schicht überzogen, die ein helles Gelb aufwies. Um seinen Kopf bildete sich eine seifenblasenähnliche Blase. Hiotae zog eine Augenbraue nach oben und Moe räusperte sich. »Ich werde mich sofort auf den Weg machen! Hela, öffne die untere Luke.«, dann sprang er in die Weiten des endlosen Raumes.

»Viel Spaß und vergiss mir den Beweis nicht!«, sie lächelte und ließ die Luke wieder schließen. Dabei winkte sie provokant, was noch dadurch verschlimmert wurde, dass die Luke sich nur langsam schloss.

»Spaß...«, er schnaubte. »Vergiss den Beweis nicht...«, mit fiepsiger Stimme machte er Hiotae nach, die ihn nicht mehr hören konnte, nachdem die Luke geschlossen war. Nachdem er seine kleine Einlage beendet hatte und selber wieder etwas besser drauf war, machte er sich auf den Weg, den, wie Hiotae es nannte, Beweis zu finden.
...

Das Schiff war nicht allzu groß, so wie Moe es von den Batkaryn erwartet hatte. Klein, aber effizient. Vielleicht sollten die Batkalo sich überlegen, auch etwas mehr auf Effizienz zu setzen, zumindest was die Bauart anging. Denn gegen ihr riesiges, eher luxuriös eingerichtetes Schiff, war das der Batkaryn ein Happen. Würde das der Batkalo ein Wal sein, wäre das der Batkaryn die Krille. Moe erkannte den Eingang nicht sofort und fragte erst Hela, wo er sei. Diese antwortete ihm prompt, sodass er den Eingang am hinteren Ende des Schiffes mit Leichtigkeit finden konnte. Mit seinen an den Stiefeln befestigten Schubdüsen, schoss er sich in die jeweils richtige Richtung. Der Eingang war keine große Luke, wie es bei vielen Raumschiffen üblich war, sondern ein etwas größeres Loch. Moe überlegte und hatte die Vorstellung, dass sich durch dieses Loch geradeso eineinhalb Personen quetschen könnten. Würde er also mit Hiotae durch dieses Loch fliegen wollen, müsste sie wohl oder übel in zwei Hälften geschnitten werden. Das sie einfach nacheinander dadurch fliegen könnten, kam ihm in diesem Moment nicht in den Sinn.

»Hela, öffnest du mir auch die Luke oder wie auch immer die Batkaryn das nennen.«, er hatte den Satz noch nicht ganz ausgesprochen, da öffnete sie sich schon. Sie ging nach außen hin auf, was einen Ausstieg stark vereinfachte und ein ungewolltes Eindringen erschwerte – Also für jene, die keine Batkalo waren. »Danke, Hela!«, Moe war froh eine so intelligente KI zu haben und sich nicht mit einer alten, von vor fünf Jahren herumschlagen zu müssen. Dann stieg er die Leiter herunter. Der kleine Raum in dem er sich befand war vollkommen dunkel, obwohl er normalerweise von an der Decke angebrachten Röhren erhellt wurde. Für Moe war dies ein klares Zeichen, dass die Lebensform, die sich in diesem Raumschiff aufhielt, noch leben musste. Das machte er daran fest, dass dieses Schiff noch nicht lange hier sein konnte. Hela hätte es erkannt, als Moe und Hiotae auf den Planeten zugeflogen sind. Auch, wenn er nun leuchtete und so vielleicht seine Position preisgab, machte er sich nicht die Mühe das Leuchten zu unterdrücken. Außerdem hatte er so die Möglichkeit, etwas zu sehen, ohne dafür ein anderes Gerät nutzen zu müssen.
Mit einer Handbewegung holte er ein kleines Gefäß aus seiner Tasche, das er sofort öffnete. Die schwarze Masse in Inneren des Gefäßes, bestand aus kleinen im Glas herumwirblenden Stücken.

»So, ich habe euch noch nie ausprobiert. Ich hoffe ihr macht eure Arbeit gut!«, Moe grinste schief. Wenn funktionierte, was er vor hatte, würde Hiotae ihn nicht mehr lange so herumkommandieren. Dann hatte er etwas, womit er sie mit Leichtigkeit außer Gefecht setzen konnte. Er öffnete das Glas. Die kleinen schwarzen Teilchen sprangen heraus und legten sich über den ganzen Boden des Raumes, umschlangen sogar Moes Füße. Schnell griff er zu dem Gegenstück, das es ihm möglich machen sollte, sie zu kontrollieren. Die schwarzen Teilchen bewegten sich nun nicht mehr, es sei denn er machte eine bestimmte Bewegung. Es funktionierte! Das kleine, einem Magnet ähnliche Viereck, das vorher an seinem Gürtel befestigt war, vibrierte leicht in seiner Hand.

»Warum bewegst du dich nicht, Moe?«, Hiotaes Stimme, die sich durch ein in seinem Innenohr eingesetztes Implantat fast real anhörte, ließ seine Laune auf einen Schlag schlechter werden. Und noch schlimmer war, wie sie es wieder sagte, als ob er ihr Diener war.

»Ich musste kurz einen Scan durchführen. Ich werde das Schiff gleich weiter erkunden!«, Moe bildete mit den Teilchen eine Figur, die Hiotae ähnlich sah, nur kleiner und zerdrückte sie mit einer anderen Masse aus Teilchen. Ein leises Lachen entwich ihm als er sah, dass die falsche Hiotae zerquetscht wurde wie eine Tomate. Kurz darauf wollte er die Tür öffnen. Sie war geschlossen, wie er es sich gedachte hatte. Jetzt hatten seine neuen Freunde eine Chance sich zu beweisen. Er ließ die kleinen Punkte durch die Lücken im
Metall schlüpfen aus dem die Wand bestand und nach dem Stromkreis suchen, damit sich die Tür öffnete. Er hatte Glücklicherweise nach dem Scan des Schiffes eine genaue Karte von Hela bekommen. Normalerweise sollte sie richtig sein, allerdings konnte Hela nur Karten des eigentlichen Raumschiffes schicken. Was zu einem Problem wurde, wenn die Besitzer des Schiffes umgebaut hatten.
Als die Tür aufging war Moe etwas erleichtert. Hätte das nicht funktioniert, hätte er andere Mittel einsetzen müssen und die wären mit Sicherheit lauter gewesen. Durch diese Methode sollte niemand etwas gehört haben. Der nächste Raum war etwas größer und sah aus wie eine Art Flur. Mehrere Türen gingen zu allen Richtungen ab und das einzige was in diesem Raum stand, waren zwei kleine Schränke und eine Pflanze, die so aussah, als wäre sie nur in diesem Raum, um wenigsten etwas Natürlichkeit auszustrahlen. Da er keine Ahnung hatte, was hinter den Türen lag, ging er geradeaus auf die Größte zu und hoffte darauf, dort den Bug zu finden. Seine Intuition hatte ihn nicht getäuscht. Nachdem die kleinen schwarzen Teilchen auch diese Tür öffneten, kam er in den wohl größten Raum des Schiffes. Das Steuerpult, welches vorne, direkt unter einem großen Fenster Platz hatte, war noch voll intakt. Die Brocken des zerstörten Planeten waren dadurch zu sehen. Nur ein roter Punkt leuchtete auf. Eine Warnung, dass der Schild erhebliche Hitzeschäden davon getragen hatte. Bis auf die Beschädigung des Schildes waren keine weiteren zu erkennen, so auch nicht an den anderen Teilen dieses Schiffes. Zwei Treppen führten von dem kleinen Podest auf dem er stand an den Seiten nach unten. Hinter dem Steuerpult waren ein paar Sitze, die um einen Tisch aus Glas standen. Dieser passte genau in die Rundung die die Treppen herbeiführten. Moe ging nach unten. Auch hier war nirgends Leben zu erkennen. Nur er strahlte den Raum aus, wie jeder Batkalo es tun würde.

»Etwas nähert sich dir. Es ist noch nicht ganz an der Tür angelangt, aber wird bald da sein. Wird wohl unser Beweis sein!«, Hiotae klang ernst. Hela übermittelte ihm die Bewegungen des Wesens direkt auf das kleine Display, welches er sich mit einem Band um den rechten Arm gewickelt hatte. Es war nicht mehr das Neuste, aber es war zuverlässig. Moe drehte sich nicht um.

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Langsam schlich Zyrra an den Batkalo heran. Würde sie ihn jetzt ausschalten können, hätte sie ein Problem weniger. Sie fragte sich gar nicht, wie er die Türen öffnen konnte. Ihr war klar, dass die Batkalo immer einen Weg finden würden, ihr Ziel zu erreichen. Doch Zyrra konnte vielleicht verhindern, dass sie noch mehr Ziele auswählten – Und Myka rächen! Sie stieg die Treppen hinunter und zog ihr Messer. Es war das einzige, was ihr noch von Myka geblieben war. Er hatte es ihr gegeben als sie sich das erste Mal sahen. ›So machen wir das hier! Ein Geschenk für die Neuen!‹. Ihn mit diesem Messer zu töten würde sich gut anfühlen. Nur noch ein paar Schritte und sie konnte zustechen. Aufregung machte sich in ihr breit. Sie hatte nur noch eine Sache im Kopf. Dann sprang sie.

»Nicht so schnell!«, sie wurde von etwas unter ihr gepackt. Es zog sie zu Boden. Sie knallte mit dem gesamten Körper auf und merkte, wie ihr Blut von der Stirn tropfte. Eine Platzwunde. »Ich würde gerne noch lebend von diesem Schiff runter kommen.«, das höhnische Grinsen des Batkalo ließ sie noch wütender werden. Sie wollte nichts weiter als ihm die Kehle aufzuschlitzen. Aber auch ihre Arme, wurden von einer schwarzen Substanz festgehalten, die aus einzelnen Kugeln bestand. Sie waren unglaublich weich, hatten sie aber fest im Griff. »Darf ich?«, er nahm das Messer. Sie schrie alles aus sich heraus, bis ihre Lungen leer waren. Dann ließ sie ihren Kopf zu Boden sinken. ›Jetzt bleibt mir nur noch die Hoffnung, dass er mich nicht tötet.‹

»Hiotae, eine Batkali, die sozusagen mein Boss ist, möchte dich als Beweis mitnehmen.«. Er ging auf sie zu und platzierte etwas auf ihrem Rücken, was wie ein runder Knopf einer Jacke aussah, nur etwas größer. Es breitete sich aus und fesselte ihre Arme und Beine, mit kleinen Streben, die vom Mittelpunkt des Gerätes ausgingen. »Hmm. Wer trägt dich denn jetzt? Manchmal sollte man sich erst alles überlegen, bevor man los legt.«, der Batkalo steckte das Messer in einen kleinen Rucksack auf seinem Rücken, drehte sich um und sprach mit jemandem. Jedoch verstand Zyrra nichts, da er deutlich zu leise redete. »Mir wird Hilfe geschickt. Mal gucken wie lange sie braucht.«, sie sah, wie der Batkalo die Augen rollte und laut ausatmete. Anscheinend hatte er nicht die größte Freude daran, die Hilfe sehen zu müssen.

...

Einige Zeit später hörte sie eine Tür aufgehen. Zyrra konnte nicht sagen, wie lange es gedauert hatte, aber sie lag jetzt schon so lange auf dem Boden, dass ihre Wunde nur noch leicht blutete. Sie drehte ihren Kopf und sah in Richtung Treppe. Eine Frau stand am oberen Ende, oben auf dem Podest, von dem sie auf beide herunter blicken konnte. Sie trug einen einheitlichen Anzug, sowie der andere Batkalo. Er war weiß, mit Streifen an den Seiten und einem Zeichen auf der Brust, das sie nicht kannte.

»Hä?«, war das erste, dass sie sagte. »Warte, warte. Du meinst jetzt ernsthaft, du hast mich gerufen, damit ich sie tragen kann? Du hättest sie doch einfach mitbringen können.«, sie schaute den Mann verwirrt an, hatte leicht die Augenbrauen zusammen gezogen.

»Ich habe nur gedacht, dass ich sie niemals alleine die Leiter oder die Treppe rauf tragen könnte. Ich entschuldige mich natürlich bei ihrer Eminenz.«, er verbeugte sich theatralisch. Hiotae ging nun schnellen Schrittes die Treppe runter und auf den Batkalo zu.

»Das hättest du mir auch normal sagen können, Moe«, sie stupste ihn mit dem Finger an und brachte ihn in seiner Bewegung zum taumeln. »Das nächste Mal...«

»Wie lange soll ich hier noch liegen?«, unterbrach Zyrra die beiden streitenden Batkalo. Sie hätte alles erwartet, aber niemals, dass dieses planlose Pärchen einen ganzen Planeten dem Untergang zuführen konnte.
Die Frau drehte sich und beugte sich zu Zyrra herunter. »Weißt du was?«, sie schnaubte einmal kurz aus. »Du nervst mich.«, dann lächelte sie und fasste Zyrra ans Handgelenk. Ein schütteln und Zyrra war nicht mehr bei Bewusstsein.

...

»Das schwarze Loch ist doch gleich da vorne, jetzt reg dich nicht so auf! Sie wird schon nicht sterben von einer Platzwunde und dem Schock.«, sie hörte deutlich, dass es die Stimme des männlichen Batkalo war, der sich noch genervter anhörte als auf dem Schiff. Ihm schienen also die Nerven durch zu brennen.

»Denkst du wirklich ich bin so blöd?«, sie hörte, wie sie einige Schritte ging. »Das einzige, was mir sorgen macht, ist das, was wir bei ihr gefunden hatten! Wenn sie wirklich eine von denen ist, die uns stoppen sollten, dann weiß ich nicht, ob wir nicht schon längst dem Untergang geweiht sind!«, auch wenn Zyrra ihre Augen öffnete, konnte sie nichts sehen. Sie hatte keine Ahnung wo sie war, wollte aber weiter dem Gespräch lauschen. Und was hatten sie ihr weg genommen? Sie wünschte sich, sich bewegen zu können, um zu kontrollieren, ob der Auslöser gemeint war.

»Ich habe alles kontrolliert Hiotae. Da war nichts und den Zünder haben wir nun. Und du hast dieses andere kleine Gerät, das ja irgendwie die Zeit zurück drehen kann, wenigstens ein paar Momente. Wenn wir explodieren, hast du also hoffentlich schon einmal die Zeit umgestellt. Also bleib ruhig. Ich gehe gucken ob sie wach ist.«

»Ja Ja. Beruhigen sagt er, wenn das ganze Schiff voll mit Bomben sein könnte. Pah! Naiv und genau deswegen bin ich...«, sie wurde immer leiser und Zyrra hörte, wie sich eine Tür öffnete und kurz danach wieder schloss.
Der Batkalo stand nun in ihrer Nähe und wenig später konnte sie wieder etwas sehen. Das Licht war leicht gedämmt, sodass die Augen nicht zu stark gereizt wurden. »Haben eure Gefangene immer so einen Luxus?«, sie spuckte aus. Zyrra hatte immer noch das Bild von seiner blutenden Kehle im Kopf. War dem Ziel keinen Schritt näher gekommen, vor allem jetzt, wo ihr der Auslöser fehlte.

»Das machst du sauber.«, Moe guckte Zyrra gleichgültig an und ging vor ihr auf und ab. »Luxus? Du hängst an der Wand, das würde ich nicht als Luxus bezeichnen.«, da hatte er recht. Zyrra war mit eben jenen kugelartigen Dingern an der Wand befstigt, die sie auch auf dem Schiff überwältigt hatten. Sie hatte also keine Chance zu entkommen. »Was für mich aber gerade wichtiger ist, wo und wie hast du die Bomben platziert? Ich konnte keine einzige entdecken.«, er blieb stehen und schaute sie an.

»Wo werde ich dir nicht sagen. Und das „wie“ war ganz einfach, warum war ich wohl hinter dir in meinem Schiff und nicht vor dir?«, die Fesseln zerrten an ihren Handgelenken, immer wenn sie sich zu stark bewegte.

»Du warst also gar nicht in dem Schiff?«, Moe fasste sich ans Kinn und zeigte dann auf Zyrra.

»Also sind die Bomben auch außen angebracht.«. Sie versuchte sich nichts anmerken zu lassen, wusste aber, dass sie da nicht mehr heraus kam. Warum musste sie auch immer so überheblich sein? Hätte sie einfach nichts gesagt. Jetzt weiß er alles. Sie ließ den Kopf hängen »Nur dort habe ich noch nicht gesucht. Aber ist ja auch egal. Darf ich dir einen Vorschlag machen?«, Zyrras Kopf schnellte nach oben, sie riss die Augen auf und starrte ihn skeptisch an, beobachtete ihn dabei, wie er mit dem Zünder herum spielte.

»Was für einen Vorschlag?«

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Hiotae sah aus dem Fenster und beobachtete den Landevorgang des Schiffes. Auch wenn sie es schon tausend Mal getan hatte, war es doch zu etwas geworden, was sie genoss. Denn es war ruhig zu dieser Zeit und niemand konnte ihr diese nehmen – So kurz sie auch sein mochte. Hinter ihr kam Moe wieder herein und hatte Zyrra im Schlepptau, immer noch gefangen mit den schwarzen Kugeln.
Sie landeten auf einer der unzähligen Plattformen, die genau für die Schiffe der jeweiligen Batkalo vorgesehen waren. Dann drehte sie sich um. »Das hat aber lange gedauert.«

»Ja, ich weiß nun wo sie die Bomben platziert hat. Ich werde sie holen und zu einem Spezialisten bringen, möchtest du Zyrra übergeben?«. Das war das erste Mal, dass sie Moe so nett erlebte. Sonst fluchte er und beschwerte sich über sie. Jetzt gab er freiwillig die Aufgabe auf, um Bomben weg zu bringen. Sie konnte sich nur schwer vorstellen, warum.

»Moe? Alles gut bei dir?«, sie tat besorgt, war sich aber insgeheim sicher, dass es andere Gründe hatte. Nur gut, dass sie den Zeitspringer hatte. Sie kannte Moe, er tat nie etwas unüberlegtes, aber er brachte ihre Opfer sonst binnen Sekunden zu ihr und nicht erst nach fast einer ganzen Stunde.

»Ja. Und sonst interessiert dich das doch nicht, warum jetzt?«, er wedelte mit der Hand und ging zu der hinteren Luke, die zum Dock hin geöffnet war. »Egal. Bring sie weg, ich kümmer mich um die Bomben.«, dann ging er hinaus und verschwand hinter der Wand des Schiffes.

»Dann komm mal mit.«, sie ging hinter Zyrra, um sich zu vergewissern, dass Moe nichts mit ihr angestellt hatte, was ihr gefährlich werden könnte und führte sie dann nach draußen. Auf dem Dock war nicht viel los, die meisten Batkalo waren entweder ins weite Schwarze hinter Hiotae geflogen oder arbeiteten leise an ihren Schiffen. Die Paar, die auf dem Dock hin und her wanderten, verluden Waren oder kamen von einem anderen schwarzen Loch, um hier ihre Geschäfte zu vollziehen. Hiotae ignorierte jeden Einzelnen und ging geradeaus durch das große Tor, das geradewegs zu ihrem Ziel führte.
Als sie dieses passiert hatten, öffnete sich eine lange Straße vor ihnen, die aus einem hellblauen Licht bestand. Der Boden hier und an den Docks, war aus einem speziellen Metall geformt, das Hiotae nicht kannte. Sie war noch nie an solchen Projekten beteiligt gewesen und würde es wohl auch nie sein. Sie zerstörte lieber Planeten, als Dinge zu erschaffen. Die Gebäude, die an den Seiten der Straße standen, waren aus einem anderen Material gemacht. Kein Haus sah aus wie das Andere und jedes war unterschiedlich groß. In ihrem schwarzen Loch gab es allerdings nur solche aus Asteroiden. In anderen konnten es auch welche aus eigens entfernten Planeten sein. Den Batkalo war es egal. Sie machten sich ihre Städte aus allem, was sie fanden.

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Die Straße ging nicht viel weiter und die Batkali und die Batkaryn kamen am letzten Gebäude an, das direkt am Ende der Straße war. Es war das größte und gleichzeitig geradlinigste. Die große, aus Asteroid bestehende, Eingangstür öffnete sich als sie davor stehen blieben und gab den Blick auf einen riesigen Saal preis, der hässlicher nicht sein konnte. Zyrra wusste, dass die Batkalo praktisch veranlagt waren, aber ein fast leerer Raum, mit nichts außer ein paar Stühlen und einem großen Tisch, der nicht zum Stein passte, war ihr dann doch neu. Der Tisch war aus einem glasähnlichen Material, ähnlich zu dem der Straße. Auf dem Tisch war eine Karte eines Sternensystems zu sehen – Oder besser durch den Tisch.

»Ich hole kurz jemanden. Wenn du weg rennst, bist du tot.«. Sie ließ Zyrra vor dem Tisch stehen und ging in die linke der hinteren zwei Türen. Zyrra war ungeduldig. Zu gerne würde sie den kleinen Knopf drücken, den Moe ihr gegeben hatte, aber sie musste sich beherrschen. Sie setzte sich an einen der Stühle, die mit Sicherheit nicht für eine Gefangene gedacht waren. Allerdings waren sie auf eine seltsame Art bequem, was sie nicht vermutet hatte, da sie wie der Tisch aus Glas bestanden. Obwohl kein Polster oder ähnliches auf dem Stuhl lag, war er weich. Hätte sie nicht die schwarzen Kugeln um das Handgelenk, hätte sie schon längst einmal den Tisch angefasst. Hiotae kam zurück und hatte einzig ein Schreiben in der Hand. Aus Papier. Zyrra guckte komisch. Die Batkalo hatten doch bestimmt modernere Mittel als Papier.

»Dieses schwarze Loch ist altmodisch. Dass dieser Tisch hier im Raum steht ist schon ein Wunder. Dafür gibt es hier gutes Geld.«, Zyrra sah keine Begleitung. »Und wundere dich nicht. Er wollte dich nicht sehen. Er glaubt mir anscheinend auch so. Wahrscheinlich hat er gemerkt, wie du dich auf einen seiner Stühle gesetzt hast.«. Sie war verwirrt. Wie sollte jemand etwas merken, nur weil sie sich auf den Stuhl gesetzt hatte? Aber darüber wollte sie sich nun nicht den Kopf zerbrechen. Sie wollte endlich hier raus und dafür fehlte nur noch, dass sie Moe wieder sahen.

»Geh vor, ich will nicht, das du mir in den Rücken fällst.«, Hiotae wollte auf Nummer sicher gehen, aber Zyrra wusste, dass das nichts bringen würde. Nur noch wenige Minuten trennten sie von ihrer Rache oder der Genugtuung, die sie dadurch erhalten würde. »Wir müssen nur noch zu Moe und dich ins Gefängnis bringen.«, sie grinste, wobei Zyrra wohl jetzt die einzige war, die noch grinsen durfte.

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Sie fingen Moe ab, als er gerade wieder aus dem Raumschiff kam. Er ging direkt neben Hiotae und zwinkerte Zyrra zu, die es nicht mehr erwarten konnte, auf den Knopf in ihrer Hand zu drücken. Sie spürte schon den Druck, den sie ausüben würde und wie sich das Schauspiel wiederholte.

»Und Moe, was waren es für Bomben?«, Hiotae hoffte, dass sie ihn entlarven konnte.

»Einfache, aber sehr effektive, Bomben mit Fernzünder. Die hätten mehr als nur unser Raumschiff zerstört. Anscheinend bestanden sie aus einem Gemisch von Stoffen, der bei kleinstem Druck starke Wellen ausstieß und nach nur wenigen dieser Welle explodiert.« Er hatte einen Fehler begangen. Er konnte ihr sagen, welche Bombe es war. Zumindest wie sie funktionierte und wirkte und ausgelöst wurde. Bomben wurden einfach weg gebracht und dann entschärft. Niemals hat Hiotae erzählt bekommen, aus was die Bomben bestanden. Er musste nachgeguckt haben, um ihre Wirkung zu erfahren. Also hat er an ihnen rumgepfuscht, wie er es an vielen Dingen tat. Zum Beispiel den kugelartigen Fesseln, die er Zyrra angelegt hatte.

»Beim Gefängnis muss ich nochmal alleine mit Zyrra reden, wenn es dir recht ist.«, sie legte ein Pause ein und stoppte. »Moe.«, dann sah sie ihn eindringlich an. Er musste „ja“ sagen, sonst würde sein ganzer Plan aufliegen, aber wenn er es tat, hatte sie ihn und Zyrra in der Tasche.

»Natürlich, nur zu. Ich halte dich nicht davon ab.«, dann ging er weiter. Hiotae lächelte abermals. Sie wusste, sie würde gewinnen.

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Zyrra wurde von einem Wachmann in eine Zelle gebracht, die aus einfachen Metall zu bestehen schien. Moe wartete vorne. Wie jedes andere Gebäude war auch das Gefängnis aus Asteroiden gefertigt worden, nur das dieser dunkler war als die anderen. Fast schwarz. Sie war noch nie in einem Gefängnis der Batkalo gewesen, aber sie dachte nicht, dass sie so primitiv waren. Vielleicht war es aber auch nur ein Zwischenlager. Der Wachmann ging direkt nachdem er Hiotae die Schlüssel überreichte. Er sagte ihr noch, dass sie bitte den Schlüssel vorne abgeben sollte, nachdem sie die Zelle geschlossen hatte. Abschließen hieß eher, die Karte durch den dafür vorgesehenen Schlitz zu ziehen, der an jeder Zellentür einzeln angebracht war.

»So. Weißt du warum ich dich sprechen wollte?«, Zyrra drückte den Knopf und die Handschellen sprangen auf. Oder besser, die Kugeln, fielen auf den Boden und mit ihrer rechten Hand, zog sie das Messer, welches Moe ihr unter den Hüftgürtel gesteckt hatte. Sie zielte nicht allzu genau, für mehr war gerade keine Zeit, aber sie wusste, sie traf ihr Ziel. Ein Stöhnen war zu hören und etwas Blut tropfte auf den Boden, das kurze Zeit später wieder verschwunden war. Sie hatte ihre Handschellen wieder an und der Wachmann war gerade dabei aus der Tür zu gehen.

»So. Weißt du warum ich dich sprechen wollte?«, erneut drückte Zyrra den Knopf, auch wenn sie etwas verwirrt von der Situation nicht so schnell war, wie beim ersten Mal. Hiotae ahnte den Schlag aber bereits und griff mit einem blitzschnellen Reflex Zyrras Hand. Diese ließ, durch den Druck, den Hiotae ausübte, das Messer fallen. Jedoch reagierte sie und schlug Hiotae mit der anderen Hand, in der immer noch der Knopf war. Hiotae stolperte nach hinten und Zyrra hob das Messer auf, rannte auf sie zu und wollte gerade zustechen. Da befand sie sich erneut mit Handschellen in der Situation, die sie nun schon ein drittes Mal durchlebte. »Okay. Ich frage nochmal. Weißt du warum ich dich sprechen wollte?«, Hiotae rollte die Augen und schnaubte laut aus, während sie sich mit der linken Hand an die Schläfe packte. Die Rechte ruhte weiterhin hinter ihrem Rücken. Zyrra hatte eine Idee. Sie musste nur sichergehen, dass nicht Moe es war, der sie reingelegt hatte. Auch, wenn sie wusste, sie würde diese Situation jetzt noch einmal durchleben, musste sie etwas ausprobieren. Sie löste erneut die Handschellen und stach auf Hiotae ein. Diese wehrte, wie erwartet, den ersten Schlag ab und sollte auch auf den zweiten vorbereitet sein. Aber Zyrra wollte etwas anderes und packte so schnell wie möglich, den Arm, der hinter ihrem Rücken war. So sehr Hiotae auch versuchte sich zu wehren, Zyrra schaffte es, den Arm soweit heraus zu holen, dass sie es sah. Es war ein kleines Gerät, welches sie von den Bewohnern des zerstörten Planeten haben musste. Sie wusste nicht genau, wie es funktionierte, aber sie war sich sicher, dass Hiotae damit einen kleinen Zeitsprung machen konnte. Sie wusste, dass man damit nur ein paar Momente in der Zeit zurück gehen kann, aber es waren genug, um sie immer wieder gefangen zu nehmen. Hiotae drückte gerade rechtzeitig den Knopf.

»Das wird langsam ermüdend, wie oft willst du es noch...«, Zyrra ließ Hiotae nicht ausreden und griff erneut an. Dasselbe Messer, der selbe Angriff, sie musste einen Arm von ihrem Rücken herunter kriegen. Nachdem sie das geschafft hatte, holte sie Hiotae mit einem beherzten Schwung, von den Füßen. Dabei ließ sie das Gerät fallen und knallte gegen die Wand, die rechts neben ihnen war. Dort war nun ein Blutfleck, der von einer Platzwunde kommen musste, die Hiotae nun am Kopf hatte. Sie wusste, dass sie nicht mehr viel Zeit hatte und sich beeilen sollte, aber eines wollte sie sich nicht entgehen lassen. Also kniete sie sich zu Hiotae runter, die gerade wieder die Augen öffnete. »Du wolltest mich fragen, was ich und Moe angestellt haben. Du wirst es schon sehen, Miststück.«, sie stand auf, trat Hiotae noch einmal gegen die Schläfe, sodass sie erneut kurz in Ohnmacht fiel und rannte dann zum vorderen Eingang, der zum Empfang führte. Moe hatte die zwei Wachen bereits mit seinen kleinen Kugeln außer Gefecht gesetzt und starrte Zyrra an.

»Das waren ein paar Sekunden länger als vereinbart. Schnell jetzt! Sonst zählen wir bestimmt nicht zu den Überlebenden!«, Moe zog sie am Arm mit sich aus dem Gebäude. Er guckte immer wieder auf sein Handgelenk, auf dem eine Uhr war und rannte zielstrebig auf das Raumschiff zu. Die Docks waren ruhig. Niemand ahnte was ihnen gleich bevorstehen würde. Auch, wenn Zyrra wusste, dass nicht alle in diesem Drecksloch böse waren, wusste sie doch auch, dass es zu viele waren. Es gab jetzt sowieso kein Zurück mehr. Beim Schiff angekommen stieg Moe zuerst ein und reichte Zyrra eine Hand, damit es schneller ging. Er startete.
Zyrra, die aus dem Fenster guckte, aus dem Hiotae vorher geguckt hatte, lächelte. Es war das erste Lächeln für das sie, seit dem Tag an dem ihr Myka genommen wurde, bereit war. Sie war – glücklich. Wieder sah sie Feuer, doch diesmal war es nicht ihr Verlust. Es breitete sich aus, wie die Strahlen der Sonne. Sie genoss es und konnte für einen kurzen Moment verstehen, warum die Batkalo diesen Ausblick schön fanden. Sie genossen allerdings auch was sie taten und dies ließ Zyrra wieder zurück kehren und einen Schauer über den Rücken laufen. »Widerlich.«

»Das wars.«. Moe setzte sich in eines der Sofas und atmete laut aus, nachdem er sich mit der Hand durchs Gesicht gefahren war. »Sie werden nie wieder einen Planeten zerstören.«, er schaute zu Zyrra.

»Sie nicht, aber alle anderen Batkalo schon.«, sie ging auf ihn zu und legte eine Hand auf seine Schulter. »Danke.«, er lachte leise und schüttelte den Kopf. »Nein wirklich. Danke. Ich werde dir das nie vergessen.«, sie rammte ihn das Messer in die Brust. »Mein ganzer Schmerz lastete auf euch beiden und du denkst, du kommst davon.«, Zyrra rollte eine Träne des Glücks über die Wange.

»Ich danke dir.«, sie beendete das qualvolle Glucksen Moes, indem sie das Messer aus seiner Brust wieder heraus zog und es mit einem Mal in den Kopf des Batkalo rammte. Er verstummte sofort und sie ließ das Messer dort stecken, stand auf, wischte sich das Blut an ihren Kleidung ab und ging zum vorderen Fenster. Sie guckte noch einmal auf das Messer. »Wir haben es geschafft Myka. Du und ich haben erneut eine Mission erfolgreich beendet.«, der geschockte Gesichtsausdruck des nun toten Batkalo ließ sie laut auflachen.

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»Vorsichtig, wir wollen doch nicht noch mehr beschädigen.«, der Arzt stand direkt über ihrem Sichtfeld. Er teste mit Licht ihre Augen und horchte ihren Brustkorb ab, während er glucksende Geräusche von sich gab. »Schiebt sie rein. Das wird eine lange Nacht werden.«, er kicherte ein paar mal, ehe sich zwei große Türen aus Stahl mit einem lauten Knall schlossen.

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