Mapmaker Malique Madness

Als Malique am Terminal der Crescent vorbeiging, weckte ein rotblinkendes Licht seine Aufmerksamkeit. Er trat näher heran und las die erscheinende Nachricht.

›Eine neue Mission?‹ Neugierig studierte er die Missionsbeschreibung. ›Finde die Süßigkeiten! Okay, damit hatte ich jetzt nicht gerechnet.‹

Malique kratzte sich am Hinterkopf, bestätigte dann mit einem Schulterzucken die Annahme der Mission.

»Flugroute erfolgreich geändert. Dreißig Minuten bis zum Eintreffen auf dem Planeten Forna!« verkündete der Bordcomputer über sämtliche Lautsprecher und informierte so auch die restlichen Teammitglieder über die angenommene Mission.

Nachdem sie am Zielort angelangt waren, trat Malique als letzter aus der Crescent heraus. Mit routinierten Handbewegungen verschloss er über ein Bedienfeld die Einstiegsluke. Dann sah er sich in der Umgebung um. Der wolkenverhangene Himmel sorgte für eine düstere Stimmung, obwohl in dieser Gegend gerade Mittag war. Nur wenige Meter vor ihnen befand sich ein großes Eisentor, hinter dem ein langer Weg zu einer Villa führte, die auf einem Hügel gelegen war. Ein Schauer lief Malique über den Rücken, als ein Blitz darüber hinweg zuckte.

»Sieht ja aus, wie in einem typischen Gruselfilm ...«

Zögerlich sah er erst zu Kryokrishna, Eunuvea und Windomir, die links von ihm standen, dann zu Snak und Kriru, die sich wieder einmal wegen einer Kleinigkeit zankten. Ihnen allen schien dieser Anblick nichts auszumachen.

Dann öffnete sich das Tor wie von Geisterhand. Erneut fuhr ein Blitz über den Himmel.

›Solange ihr in meiner Nähe seid, wird es schon gehen‹, ermutigte Malique sich selbst, wischte sich sogleich den Schweiß von seinen Handflächen.

»Laut Missionsanweisung sollen wir nur eine kleine Schüssel entgegennehmen. Es ist übertrieben, wenn wir zu sechst dort hochgehen«, merkte Kryokrishna an.

»Meinetwegen können wir gern gemeinsam dorthin«, murmelte Malique und bekam prompt von Windomir die Haare verwuschelt.

»Du bist so ein Angsthase!«

»Besser einmal zu viel Angsthase sein als früher tot!«, wehrte sich Malique. Er verschränkte die Arme und starrte trotzig in Richtung der Villa. Er konnte kaum seinen Blick abwenden, auch wenn ihm der Anblick zu schaffen machte.

»Na komm, wir beide gehen da jetzt hoch. Je früher wir losgehen, desto früher sind wir zurück!«

Kryokrishna klopfte Malique aufmunternd auf die Schulter, der daraufhin laut seufzte.

›Ich hätte mich doch für den Innendienst melden sollen‹, dachte Malique verbittert. Er nickte und ging durch das Tor hindurch, das ihm Kryokrishna bereits aufhielt.

»Bis gleich … hoffe ich«, sagte Malique an den Rest des Teams gewandt, bevor er mit gesenktem Kopf mit Kryokrishna die Anhöhe hinaufging.

Kryokrishna schmunzelte, während sie Malique beobachtete. Er machte keinerlei Anstalten den Garten oder die Umgebung anzusehen. So merkte er auch erst im letzten Augenblick, dass sie die Stufen erreicht hatten, die zur Eingangstür hinaufführten.

»Siehst du, wir sind schon da. Nur noch klingeln, dann die Lieferung entgegennehmen und dann hast du es bereits geschafft!«

Maliques Wangen röteten sich, als Kryokrishna so mit ihm sprach. Anstatt sein Verhalten schönzureden, nickte er einfach. Er sah zu der Klingel, an der kein Name stand.

›Das sieht hier so irdisch aus. Es würde mich nicht wundern, wenn uns ein Humanoid die Tür öffnet.‹

Um zu erfahren, ob er mit seiner Vermutung Recht hatte, drückte er auf den Knopf. Ein leises Ding-Dong war zu hören – danach herrschte Stille.

Malique lauschte angestrengt, um in Erfahrung zu bringen, ob sich jemand dem Hauseingang näherte. Nach einer Weile läutete er erneut. Ding Dong – und dann Stille.

Plötzlich vernahm Malique ein Rumpeln. Ehe er reagieren konnte, verschwand die simple schwarze Matte unter seinen Füßen. Malique schrie, während er fiel und versuchte, an den glatten Wänden des Schachts Halt zu finden. Als Malique wenige Sekunden später weich landete, hämmerte sein Herz kontinuierlich gegen den Brustkorb. Er zitterte am gesamten Leib, der kratzte, als krabbelte eine ganze Ameisenkolonie über ihn hinweg. Erst als Malique das Gefühl hatte, wieder einigermaßen Luft zu bekommen, öffnete er vorsichtig die Augen, schloss diese aber sofort wieder.

›Gedimmtes Licht. Staubiger Keller. Natürlich. Was sonst.‹ Malique konzentrierte sich auf sein Gehör, in der Hoffnung, sein Team zu hören. Stattdessen war da aber nur das pulsierende Rauschen seines Blutflusses. Ein leises Wimmern entwich ihm und er krallte sich in das, auf dem er gelandet war – was auch immer das sein mochte. Malique tastete vorsichtig das weiche Material entlang, in der Hoffnung, nichts würde sich bewegen oder plötzlich seine Hand packen. Erst, als er nach einer quälend langen Minute den Mut fassen konnte, öffnete er erneut seine Augen und betrachtete – wenn auch mit gesenktem Kopf – den Stoff um sich herum. Erleichtert seufzte Malique auf. ›Nur irgendwelche Laken. Und keine Blutflecken! … juhu?‹

Es kostete Malique noch einmal Überwindung, seinen Kopf zu heben und den Raum zu begutachten. Soweit er es durch zu Schlitzen verengte Augen erkennen konnte, befand sich sonst niemand in diesem kleinen, kahlen Zimmer. Malique atmete langsam ein und wieder aus, dann schaute er ein weiteres Mal.

›Zwei leere Tische, ein Treppenaufgang, viel Staub … und was ist das?‹ Malique betrachtete einen weißen Kasten an der Wandseite neben sich, der ein schwarzes Bullauge aufwies, das sich scheinbar zur Seite hin öffnen ließ. Dann waren dort noch eine Schublade, gut zwanzig Knöpfe und ein Display. ›Sahen so früher nicht die Waschmaschinen auf der Erde aus?‹

Malique runzelte die Stirn.

›Was macht so was denn hier draußen? Wirklich seltsam. Wo bin ich hier bloß? Und wieso sind die anderen noch nicht hier, um mich rauszuholen?‹ Ein Murren entwich Malique, als er sich vorsichtig aufrappelte. Zu seiner Erleichterung stellte er fest, dass er sich nichts gebrochen und auch sonst keine Blessuren davongetragen hatte. Genau genommen erkannte er erst jetzt, dass ihm absolut nichts wehtat. Er schmunzelte. ›Vielleicht gewöhne ich mich ja langsam daran.‹

Ein vertrautes »FIEP!« ließ Malique aufblicken. Er sah zu der Treppe, auf der Pongo stand und ihn mit seinen großen Augen fixierte. »Fiepfiep!«

»Pongo? Ausgerechnet du kommst mich holen?« Ungläubig schüttelte Malique den Kopf. ›Spricht nicht für mein Team, wenn sie Pongo hier runterschicken. Außer …‹

Maliques Herz setzte für einen Schlag aus.

»Wo sind die anderen?«

»FIEP!«, antwortete Pongo nichtssagend, drehte sich um und hüpfte die Treppen nach oben.

»Okay«, gab Malique von sich, während er mit den Schultern zuckte. »Dann warten die anderen wohl oben.«

Voller Respekt hielt sich Malique am hölzernen Treppengeländer fest, während er über die morschen Stufen hinweg nach oben sah. Dort war eine Tür, die sperrangelweit offenstand und das Licht des Flures zu erkennen gab.

›Hab mir wohl mal wieder umsonst Sorgen gemacht.‹

Zügig ging Malique nach oben, in der Hoffnung, ihm würde nicht doch noch etwas in den Rücken springen.

»Da bist du ja!«

Maliques Herz machte einen erfreuten Sprung, als er Kryokrishnas Stimme hörte. Vorsichtig sah er den Gang nach vorne und wieder zurück.

»Kryo? Wo bist du denn?«

»Na, hier!«

Kryokrishna kicherte. Malique runzelte die Stirn.

›Das hört sich so nah an. Aber hier ist sie doch nicht ...‹

»Direkt über dir!«

Maliques Augen weiteten sich schockiert, aber ein Lachen entwich ihm.

»Guter Witz, Kryo. Warum solltest du an d- WAAAH!«

Als Malique zur Decke sah, verschwand Kryokrishna gerade in den Schatten – kopfüber laufend.

»Vergiss niemals: Ich bin immer bei dir!«

Kryokrishnas Kichern hallte durch den kahlen Flur. Malique fuhr ein Schauer über den Rücken. Für einen Moment bereute er, aus dem Keller gegangen zu sein.

›Muss ich das in diesem Fall als Drohung empfinden?‹, fragte Malique sich selbst, das mulmige Gefühl des Angestarrtwerdens immer präsent. Er strich sich über die Oberarme, die von Gänsehaut gezeichnet waren. ›Es hilft nichts. Wenn ich raus will, muss ich weitergehen.‹

Malique folgte dem Flur in gebückter Haltung und spitzelte vorsichtig in die abgezweigten Zimmer, die glücklicherweise hell erleuchtet waren. Dabei fiel ihm auf, dass es hier keinerlei Fenster gab.

›Dann ist das wohl noch ein Untergeschoss. Immerhin bin ich ja schon ein Stockwerk nach oben. Einfach weitergehen!‹, motivierte er sich selbst.

Plötzlich peitschten Flammen aus einem Nebenzimmer. Erschrocken wich Malique zurück und stolperte dabei fast. Sein Herz schlug ihm bis zum Hals, er sah sich panisch um. Um zur Treppe zu gelangen, die ihn in das nächste Stockwerk führen würde, musste er an dem Feuer vorbei, das sich weiter in den Gang vorschob.

›Mist, wie komm ich hier jetzt am besten raus? Augen zu und durch?‹

»Hallo Malique!«

Zitterte der Angesprochene gerade noch vor Angst am ganzen Leib, stand er nun regungslos da. Er starrte in die Richtung, aus der die bekannte Stimme gekommen war. Schließlich erkannte er einen Schatten innerhalb der Flammen, der ihm zuwinkte.

»Eunuvea?«, fragte Malique leise und ging einen weiteren Schritt zurück, als sie einen auf ihn zu machte. Die Gestalt klang wie Eunuvea, hatte dieselben Konturen wie Eunuvea – aber konnte mit dem vollständig schwarzen Körper und den leuchtend roten Augen einfach nicht Eunuvea sein. Vielmehr sah es so aus, als stünde ein verkohlter Leichnam vor ihm.

»Was hast du denn?«

Wie für Eunuvea typisch, wenn sie eine Frage stellte, legte sie währenddessen ihre beiden Hände hinter dem Rücken zusammen und lehnte sich zur Seite.

»Na, wie du aussiehst!«, antwortete Malique. Ein verzweifeltes Quietschen war zu hören. Malique brauchte einen Moment, um zu realisieren, dass es von ihm stammte.

»Das ist aber nicht sehr schmeichelhaft!«

Der Schatten stemmte die Arme in die Hüfte. So wie Malique Eunuvea kannte, plusterte sie gerade auch die Backen auf, was für ihn aber nur schemenhaft zu erkennen war.

»So war das nicht gemeint und das weißt du!«, beteuerte Malique. Er war hin und her gerissen, wie er mit dieser Gestalt umgehen sollte, die nicht bösartig schien, aber ihm zugleich unglaubliche Angst einflößte. Malique ließ den Kopf hängen und sah danach mit einem entschlossenen Blick zu ihr. »Wenn du wirklich Eunuvea wärst, dann wüsstest du, dass ich Panik kriege, wenn plötzlich eine in Flammen gehüllte Gestalt aus dem Zimmer tritt. Also: Wo ist Eunuvea?«

»Ich bin doch hier!«

Mit einem lauten Zischen erloschen die Flammen. Einen Moment stand sie nur so da und sah in seine Richtung. Zumindest vermutete Malique dies, denn ihre Augen waren nicht mehr zu erkennen.

Vereinzelnd tauchten plötzlich Wasserblasen in der Luft auf, die um den Schatten herumkreisten. Erschrocken stellte Malique fest, dass der Boden unter seinen Füßen nass war. Er machte einen Schritt zur Seite, damit er nicht im Rinnsal stand, das auf Eunuvea – oder was auch immer vorgab Eunuvea zu sein – zufloss. Als er seinen Blick wieder auf die Gestalt richtete, schimmerte sie bläulich.

›Wer oder was auch immer das ist – es ist nicht Eunuvea. Aber es scheint mir nicht feindlich gesinnt zu sein. Das sollte ich zu meinem Vorteil nutzen.‹

Als ob das Wesen seine Gedanken lesen könnte, gab es mit einer Kopfbewegung zu erkennen, dass Malique ihr folgen sollte. Zögerlich kam er dem nach und sah sich in der Küche um, die sie soeben betreten hatten.

»Ich möchte nur noch kurz einen Happen essen.« Schockiert betrachtete Malique, wie Eunuvea ihre Hände langsam in das labbrige Objekt schob, das auf einem Silberteller drapiert auf dem Tisch stand. Genüsslich führte es eine gefüllte Hand zu seinem Mund und schob die weiß-rötliche Masse hinein, bevor es sich die Finger leckte. »Gehirn ist wirklich sehr lecker. Möchtest du auch?«

Malique sah von der ausgestreckten und mit Glibber gefüllten Hand zu dem Teller zurück. Erst jetzt erkannte er, worum es sich handelte. Ohne nachzudenken, machte er kehrt und rannte aus dem Zimmer, den Flur entlang und die Treppen hinauf.

Mit jedem Schritt knarzten die Stufen unter Maliques Füßen. Als er die Treppe hinter sich gebracht hatte, stellte er fest: Auch in diesem Stockwerk gab es keine Fenster. Die feinen Härchen in seinem Nacken stellten sich auf, als er hörte, wie etwas langsam die Stufen hinter ihm hinaufschlich. Er riskierte keinen Blick, sondern rannte weiter den Flur entlang.

Auf einmal streckte Windomir seinen Kopf aus einem der offenstehenden Zimmer, schaute Malique fragend an. Malique warf sich aus Reflex gegen die gegenüberliegende Wand und presste sich dagegen. Für einen Moment wollte Malique sich freuen, sah Windomir doch so aus wie immer. Seine Hoffnung fand ein jähes Ende, als Windomirs kettenartige Haare begannen, sich wie Schlangen zu winden.

Schreiend brachte Malique den Rest des Korridors hinter sich, stolperte dann fast die nächste Treppe hinauf in das höher gelegene Stockwerk. Zu seinem Leidwesen war dieses unbeleuchtet.

Schnell warf er seinen Kopf von links nach rechts, um seine Fluchtroute zu planen. Da waren Fenster in beiden Richtungen, durch die nur wenig Licht fiel. Malique vermochte nicht zu sagen, ob es sich um Mondlicht handelte, aber es war ihm auch herzlich egal.

›Wo lang? Wo lang?‹, fragte Malique sich selbst panisch und wollte gerade einen Schritt nach rechts gehen, als ein Blitz den Flur erhellte. Angestrengt presste er die Augen zusammen, damit das Licht ihn nicht blendete. Erst, als er durch seine Lider kein Licht mehr erahnen konnte, öffnete er vorsichtig ein Auge – was er sofort bereute.

»Hallo Malique!«, sagten Kriru und Snak zeitgleich, während sie ihn anlächelten. »Was schaust du so erschrocken? Hast du ein Gespenst gesehen?«

Kriru und Snak hielten sich an den Händen, wobei ihre Konturen ineinander überzugehen schienen. Erst nach mehrmaligem, prüfendem Hinsehen erkannte Malique, dass die Finger und Handschuhe der beiden wie Kerzenwachs miteinander verschmolzen.

Malique begann am gesamten Körper zu schlottern, ein Schweißtropfen lief ihm über die Stirn.

»ICH WILL HIER RAUS!«, brüllte Malique, als hätte dies irgendetwas an seiner Situation ändern können. Er drehte sich um und rannte den Flur in die andere Richtung davon, direkt auf das Fenster zu. Als er dort ankam, vernahm er ein Wabbeln links neben sich, hinter dem der Hauseingang zu erkennen war. Die Substanz, die den Durchgang überzog, gab ein mysteriöses, grünes Leuchten von sich und strahlte eine Kälte aus, die Malique Gänsehaut bereitete.

Malique drehte sich zu den mittlerweile komplett miteinander verwachsenen Snak und Kriru um, die glücklicherweise nur langsam näherkamen. Vom Treppenaufgang her spitzelten Windomir und Eunuvea um die Ecke.

Erneut sah Malique zu der nebenliegenden Materie. Zögerlich rückte er einen Schritt näher heran, eine Träne rann über seine Wange.

›Was macht dieses Zeug wohl mit mir? Ich will da nicht durch! Aber hier stehen bleiben, ist auch keine Option.‹

Malique runzelte die Stirn. Er warf einen Blick zu den anderen, die zögerlich näherkamen. Doch plötzlich wurde seine Sicht durch lilafarbene Haare verdeckt, die von der Decke hingen. Ruckartig schaute er nach oben und sah, wie sich Kryokrishna langsam aus den Schatten heraus materialisierte.

»Vergiss nicht: Ich bin immer bei dir!«, versprach sie.

Das gab Malique den Rest. Er schrie lauthals und hüpfte, ohne weiter nachzudenken, durch die gallertartige Masse hindurch. Plötzlich stand er vor der geöffneten Haustür, die ihm den Blick hinaus ins Freie ermöglichte. Und da war sie: eine Schüssel voller Süßigkeiten.

»Herzlichen Glückwunsch, Sie haben die Villa des Grauens im superleichten Modus erfolgreich bezwungen!« teilte eine mechanische Stimme mit. Malique blinzelte verwirrt. Er musste halluzinieren. Noch immer am ganzen Leib zitternd, ging er hinaus und hob die Schüssel auf.

Die Sonne blendete Malique. Seine Augen brauchten einige Sekunden, bis sie sich an die neuen Lichtverhältnisse gewöhnt hatten. Dann sah er einen farbenfrohen Garten, von dem aus er die Crescent erkannte. Ohne sich umzudrehen, verließ er schnellstmöglich den Gartenbereich und eilte dann den Weg hinunter. Ein Stein fiel ihm vom Herzen, als er sein Team dort vollzählig stehen sah.

»Da seid ihr ja! Ihr glaubt nicht, was ich dort drin erlebt habe.«

Malique stellte die Schale auf dem Boden ab und wollte als erstes Kryokrishna in den Arm nehmen, als Eunuvea mit fröhlichem Singsang sagte: »Wir hoffen, dir hat der Escape Room gefallen! Laut IGEL mögt ihr Erdenmenschen so etwas!«

Maliques Brustkorb verengte sich, sodass er kaum noch Luft bekam. Er zitterte, ballte seine Hände zu Fäusten. Schließlich fiel der Groschen und es platzte aus ihm heraus: »Das war eure Idee?!«

Malique sah nach und nach in die Gesichter seiner Teamkameraden, die entweder nickten oder ihn frech angrinsten. Er biss sich auf die Unterlippe und schluckte einen Kloß im Hals herunter, um so seinen aufkommenden Wutausbruch zu unterdrücken.

Schnell beugte Malique sich hinunter, nahm die Schale und stapfte frustriert zurück in die Crescent. Dort machte er sich sogleich daran, seine Seele mit Süßigkeiten zu beruhigen.

Nicht ein Stück gab er an sein Team ab.

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